Grossbritannien
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Scotland Yard stellt Ermittlungen zu Ring prominenter Pädophiler ein



Nach knapp anderthalb Jahren hat die britische Polizei ihre Ermittlungen zu einem angeblich prominenten Pädophilenring eingestellt, der drei kleine Kinder ermordet haben soll. «Operation Midland ist beendet», teilte Scotland Yard am Montag mit.

epa04488187 (FILE) A file photo dated 11 December 2012 showing an exterior view of the   New Scotland Yard in central London, England. The London Deputy Mayor for Policing and Crime, Stephen Greenhalgh, has confirmed the sale of New Scotland Yard,on 13 November 2014. The 1960s office block in the heart of Victoria, home to the Met Police HQ since 1967, is being sold by the Mayor’s Office for Policing And Crime (MOPAC) as part of a radical overhaul of London’s police estate. All proceeds from the sale will be reinvested into frontline policing.  EPA/ANDY RAIN *** Local Caption *** 50708624

Scotland Yard kann die Mörder dreier Kinder nicht aufspüren.
Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Alle Vernehmungen und Hinweise seien ins Leere gelaufen. Die Polizei ermittelte seit Oktober 2014 gegen zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs. Der Pädophilenring soll auch für den Tod von drei Jungen verantwortlich gewesen sein.

Allerdings stützten sich die Ermittlungen auf die Aussagen eines einzigen Opfers namens «Nick». Die Taten sollen sich zwischen 1975 und 1985 zugetragen haben. Zu den Tätern sollen auch mehrere ranghohe Politiker gezählt haben.

Akten zu 114 Fällen verschwunden

Insgesamt waren 31 Ermittler mit dem Fall befasst, die Untersuchung verschlang umgerechnet rund 2,2 Millionen Euro. Ihr Leiter Steve Rodhouse verteidigte die Entscheidung, den Vorwürfen nachzugehen. Es sei richtig gewesen, sie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern sie sorgfältig zu prüfen. Jedoch sei es ausgesprochen schwierig, Jahrzehnte alte Vorwürfe zu überprüfen.

Die Vorwürfe kamen nach dem Skandal um den bekannten BBC-Moderator Jimmy Savile ans Licht. Nach Saviles Tod im Jahr 2011 wurde bekannt, dass er zu Lebzeiten hunderte Kinder, junge und auch sterbenskranke Menschen sexuell missbraucht hatte. Im Sommer 2014 wurde zudem bekannt, dass die Akten zu 114 Fällen von mutmasslichem Kindesmissbrauch zwischen 1979 und 1999 aus den Archiven der zuständigen Ministerien verschwunden waren.  (sda/afp)

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