Forschung
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Ascona, Tessin

Im Tessin leben die Menschen am längsten in der Schweiz. Bild: shutterstock

Tessin hat europaweit die zweithöchste Lebenserwartung



Mit einer durchschnittlichen Lebenszeit von 85.2 Jahren ist das Tessin europaweit die Region mit der zweithöchsten Lebenserwartung. Am ältesten werden Menschen in Madrid, wie eine Berechnung des Europäischen statistischen Amts Eurostat ergeben hat, nämlich 85.5 Jahre.

Insgesamt haben bei den Männern die Italiener die grössten Aussichten auf ein langes Leben: Die autonome Provinz Trient führt mit 82.7 Jahren, sogar noch vor Madrid. Bei den Frauen ist hingegen den Spanierinnen europaweit die längste Lebensspanne vergönnt: 88.1 Jahre im Schnitt in Madrid, 87.3 in Navarra. Auf Platz drei schiebt sich Korsika in die spanische Phalanx weiblicher Langlebigkeit mit 87.2 Jahren.

In der Schweiz war die Genferseeregion mit einer Lebenserwartung von 84.2 Jahren die «langlebigste» hinter dem Tessin, gefolgt von Zürich und der Zentralschweiz mit 84 Jahren sowie der Nordwestschweiz mit 83.9. In der Schweiz insgesamt hatten Menschen 2019 bei der Geburt die Aussicht auf 83.8 Jahre Lebenszeit.

5.5 Jahre mehr für Frauen

Der EU-Durchschnitt betrug 81 Jahre. Dem «schwachen Geschlecht» war im Berichtsjahr 2019 im Schnitt 5.5 Jahre mehr Zeit auf Erden vergönnt als der «Krone der Schöpfung» – 83.7 Jahre gegenüber 78.2 Jahren.

Durchgehend schlechte Werte errechnete Eurostat für Osteuropa: Hatten Bewohner von Madrid mit Erreichen des Rentenalters im Schnitt noch 23.2 weitere Jahre vor sich, waren es in Osteuropa nur 17 bis 18 Jahre - mit Ausnahme von Griechenland, das mitteleuropäische Werte erreichte. Das Schlusslicht bildeten die bulgarischen Regionen Severozapaden und Severen tsentralen, wo Pensionierten im Schnitt nur noch 15.7 Lebensjahre geschenkt wurden.

https://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/submitViewTableAction.do (cki/sda)

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3 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Rizzibäsä
30.09.2020 14:09registriert July 2014
Könnte es sein, dass diese Statistik daher herrührt, dass viele ältere Deutschschweizer*innen aufs Alter hin ins Tessin ziehen, diese somit das Risiko des frühen Todes den anderen Kantonen überlassen, während das Erreichen eines hohen Alters statistisch dem Tessin "zugute" kommt?
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