Indien
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epa07782602 A local resident surveys their house rooftop that was damaged when Indian Army allegedly fired mortal shells from across the Line of Control, the defacto border between Pakistani and Indian administered Kashmir, in Tattapani, Azad Kashmir, Pakistan, 20 August 2019. Rising tensions are renewed in the region as the Indian government on 05 August moved a resolution in the parliament that removes the special constitutional status granted to the disputed Kashmir region, a decision condemned by Pakistan. Kashmir has been a matter of dispute between India and Pakistan since 1947 when both countries became sovereign states.  EPA/AMIRUDDIN MUGHAL

Ein Mann schaut sich den Bombeneinschlag in sein Hausdach an. Bild: EPA

Mehrere Tote bei Gefechten in Kaschmir



Bei erneuten Gefechten in Kaschmir sind mehrere Menschen getötet worden. Anfang August hatte Indien der indischen Kaschmir-Region den Autonomiestatus entzogen und damit die Spannungen im Verhältnis zu Pakistan schlagartig erhöht. Seitdem häufen sich wieder Scharmützel entlang der Kontrolllinie, der De-facto-Grenze zwischen den beiden Ländern.

Nach «Waffenstillstandsverletzungen durch Indien» seien im pakistanisch-kontrollierten Teil von Kaschmir drei Zivilisten ums Leben gekommen, schrieb der Armeesprecher Asif Ghafoor am Dienstagabend auf Twitter. Unter den Getöteten sei ein siebenjähriger Junge. Als Reaktion auf die Waffenstillstandsverletzungen habe Pakistan auf indische Posten gezielt. Dabei seien mindestens sechs indische Soldaten getötet worden.

Von der indischen Armee und lokalen Medien allerdings hiess es am Dienstag, ein indischer Soldat sei nach Beschuss aus Pakistan getötet und vier Militärangehörige seien verletzt worden.

Seit Donnerstag waren nach Angaben aus Islamabad insgesamt mindestens elf Soldaten und Zivilisten im pakistanischen Teil Kaschmirs durch Beschuss aus Indien getötet worden.

Mit der Neuregelung will Neu Delhi das hauptsächlich von Muslimen bewohnte Gebiet stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. Bisher hatte die Region unter anderem eine eigene Verfassung und weitgehende politische Kompetenzen.

Viele Kaschmirer sind gegen die Neuregelung. Aus Sorge vor Protesten hatte die Regierung mehrere Zehntausend Soldaten in die bereits militarisierte Grenzregion zu Pakistan geschickt.

Pakistan beansprucht das Gebiet ebenfalls und bezeichnete die Abschaffung des Status als «illegal». Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indien und der Trennung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 haben die beiden Länder bereits zwei Kriege um Kaschmir geführt.

epa07448245 Pakistan Foreign Minister Shah Mehmood Qureshi speak to reporters during a press conference at the Diaoyutai State Guesthouse in Beijing, China, 19 March 2019. According to reports, Qureshi is on three-day official visit to China during which he will attend the first Pakistan-China foreign ministers' strategic dialogue.  EPA/HOW HWEE YOUNG

Der Aussenminister von Pakistan – Shah Mehmood Qureshi – möchte sich an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag wenden (Archivbild). Bild: EPA/EPA

Pakistan hatte erklärt, es wolle diplomatisch gegen die Abschaffung des Sonderstatus vorgehen und das Thema in allen globalen Foren ansprechen. Am Dienstag sagte Aussenminister Shah Mehmood Qureshi, Islamabad wolle sich nach dem Uno-Sicherheitsrat nun auch an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag wenden. (mim/sda/dpa)

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