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Libanesin wehrt sich gegen Twitter-Trolle

«Schneidet ruhig meinen Kopf ab. Die Titten waren zu teuer!»



Eine Mitteilung der Fummelfilm-Firma «Pornhub» hat für grosse Erregung im Libanon gesorgt. Diese gipfelte in Morddrohungen gegen die Darstellerin Mia Khalifa. Doch der Reihe nach.

«Glückwunsch! Mia Khalifa ist der Nummer-Eins-Pornostar auf Pornhub und übernimmt das Krönchen von Lisa Ann.»

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Bild: Def Jam Recordings

Laut «Pornhub» ist die 21-Jährige der gefragteste Star der Website: Mia Khalifa hat damit ihre Kollegin Lisa Ann vom Thron gestossen, die bis dato für die meisten Höhepunkte verantwortlich war. 

Nun wäre diese Nachricht eigentlich keine Rede wert, wäre Mia Khalifa nicht in Beirut geboren – und dort freuten sich nicht alle mit der neuen Porno-Queen. Auf Twitter liessen einige Libanesen ihren Emotionen freien Lauf.

«Du bist eine Schande für den Libanon und wenn du denkst, das sei engstirnig, bring dich um.»

Was muslimische Kritiker besonders aufregt, ist ein Video der Dame, in dem sie mit der Kubanerin Juliana Vega mit einem Mann verkehrt, während beide Frauen ein Kopftuch tragen. Sie können sich ausrechnen, wie die Twitter-Kommentare daraufhin aussahen. Wie die «Daily Mail» berichtet, erhält die Studentin nun Todesdrohungen.

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Besagte Porno-Szene mit Mia Khalifa (rechts). bild: bangbros

«Mia Khalifa ist eine Schande für den Islam. Was für eine kranke Person trägt im Porno ein Kopftuch.»

«Das Traurige an Mia Khalifa, die einen Porno mit Kopftuch dreht, ist, dass die Leute es sehen und das Kopftuch sexualisieren werden.»

«Glückwunsch, Mittlerer Osten. Dahin führen die Drohungen.»

Mia selber, die seit Teenager-Tagen in den USA lebt und in Florida die Universität besucht, geht jedoch bemerkenswert selbstbewusst und schlagfertig mit der Situation um.

«Du bist die grösste Schlampe, die ich kenne.» Mia: «Ich kenne dich nicht, aber du scheinst von mir besessen zu sein.»

«Hat der Mittlere Osten nicht Wichtigeres, um das er sich sorgen muss? Etwa einen Präsidenten zu finden? Oder ISIS eindämmen?»

«Pornostars sollten fucking Selbstmord begehen. Ich hoffe, du wirst lebendig gesteinigt.»  Mia: «Dein Boyfriend ist Mia-Khalifa-Fan.»

«Wie schaffen wir Frieden im Mittleren Osten?» Mia: «Hört auf, über Pornostars zu reden, die nicht in eurem Land leben.»

«Ich bin ein palästinensischer Patriot und was du tust ist schändlich.» Mia: «Ist es nicht so, dass du gar nicht auf meiner Website sein darfst?? Verboten.»

«Dein Kopf wird hoffentlich bald abgeschnitten.» Mia: «Solange es nicht meine Titten sind. Die waren teuer.»

Khalifas Chuzpe ist der Twitter-Gemeinde nicht entgangen.

«Ich bin schwul und werde womöglich nie ihre Pornos gucken, aber Mias Antworten auf Twitter sind das Beste, was ich je gesehen habe.»

«Wie Mia Khalifa mit dem unnötigen Scheiss der Leute umgeht, ist fucking überwältigend.»

All jene, die einen Shitstorm gegen die Studentin entfachen wollten, haben also genau das Gegenteil erreicht: Statt moralischer Vorwürfe bekommt Mia Khalifa nun jede Menge Applaus – und noch mehr Gratis-Werbung. 

Wer in Taiwan oder Indien ihren Namen nicht kannte, tut es jetzt. Und Sie können davon ausgehen, dass nach dem Vorfall nicht weniger User im Internet nach Khalifas Filmen suchen werden. Vielleicht hätten die beleidigten Mia-Hasser die Kirche besser im Dorf gelassen.

Mia Khalifa

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Mia Khalifa
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(via News, BuzzFeed)

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