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10-Millionen-Initiative: KKJPD-Präsidentin Kayser-Frutschi warnt

Oberste Polizeidirektorin warnt: «Schweiz könnte zu einer Insel für Kriminalität werden»

28.05.2026, 10:0028.05.2026, 10:00

Bei einer Annahme der 10-Millionen-Initiative könnte die Schweiz zu einer Insel werden, auf die sich die organisierte Kriminalität zurückziehen könnte. Davor warnt Karin Kayser-Frutschi, die oberste Polizeidirektorin der Schweiz.

In einem Interview mit dem Blick sagt sie, dass es sich bei der Initiative um einen Trugschluss handle. Die Menschen würden sich durch die Initiative Sicherheit erhoffen – sie bewirke aber das Gegenteil. Mit einer Annahme riskiere man internationale Kooperationen wie das Schengen- und das Dublin-Abkommen. Auf diese sei die Schweizer Polizei jedoch angewiesen, da diese Kooperationen für Sicherheit und Stabilität in der Schweiz sorgen würden.

Regierungsraetin Karin Kayser-Frutschi, Co-Praesidentin der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren spricht bei einer Veranstaltung zum Internationalen Tag der Frau i ...
Die Mitte-Politikerin Karin Kayser-Frutschi warnt vor einer Annahme der 10-Millionen-Initiative. Bild: keystone

Kayser-Frutschi erklärt gegenüber der Zeitung:

«Damit würden wir uns sicherheitspolitisch aufs Glatteis begeben. Die Schweiz könnte im europäischen Raum letzten Endes zu einer Insel werden, auf die sich die organisierte Kriminalität zurückziehen könnte.»

Der Zugang zu europäischen Fahndungssystemen wäre der Schweiz verwehrt. Diese Datenbanken seien für die Polizeibehörden ein «unverzichtbares Instrument bei der Bekämpfung von organisierter und anderer Schwerstkriminalität, Menschenhandel oder Terrorismus».

«Wir würden zum Land der letzten Chance»

Im Bereich der Asylpolitik sei in den vergangenen Jahren «sehr viel vorwärtsgegangen», auch wenn es noch «Luft nach oben» gebe. Die Schweiz habe die höchste Ausschaffungsquote in Europa. Der Fokus auf die Asylpolitik sei übertrieben, da sie nur einen kleinen Teil ausmache, Kayser-Frutschi.

Hinzu komme, dass es sich bei vielen Kriminellen um illegal Anwesende handle. «Sie werden dementsprechend ausgeschafft und zählen gar nicht zur 10-Millionen-Rechnung der Initianten.»

Ein Plakat wirbt fuer die Nachhaltigkeits-Initiative, Keine 10-Millionen-Schweiz! der SVP, fotografiert am Montag, 18. Mai 2026 in Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Die 10-Millionen-Initiative gefährdet unsere Sicherheit, sagt Kayser-Frutschi.Bild: keystone

Die oberste Polizeidirektorin erklärt weiter, dass ohne das Dublin-Abkommen die Schweiz das einzige Land in Europa wäre, in dem man noch ein Asylgesuch stellen könnte, wenn man in einem anderen europäischen Land abgewiesen worden wäre. «Wir würden zum Land der letzten Chance», sagt Kayser-Frutschi gegenüber dem «Blick».

Zwar spreche die Initiative reale Sorgen zum Bevölkerungswachstum an. Die Frage sei aber nicht, «ob diese Probleme existieren, sondern ob die vorgeschlagenen Instrumente die richtigen Antworten sind. Eine Initiative, die unsere Sicherheit gefährdet, kann nicht zielführend sein.» (hkl)

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306 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Squawk 7700
28.05.2026 10:05registriert Mai 2025
Sind wir nicht schon eine Insel der Kriminalität?

Aber wo sie recht hat, ist, dass die Initiative kontraproduktiv ist und eigentlich das gleiche macht wie der Brexit. Es kommen dann noch mehr Illegale.
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Darude Sandstorm
28.05.2026 10:13registriert Oktober 2014
Schon wild: Jahrelang „mehr Sicherheit!“ brüllen und dann wegen ideologischer Abschottung genau die Zusammenarbeit riskieren, mit der Verbrecher tatsächlich gefunden werden. Kein Wunder warnen inzwischen sogar Polizeidirektoren. Das ist, als würdest du aus Angst vor Einbrechern die Alarmanlage ausstecken, weil der Strom aus Europa kommt. Danach sitzt du im Dunkeln und nennst es Souveränität.
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Geo1
28.05.2026 10:11registriert August 2016
Die Probleme würden sich stapeln bei einem Ja zu diesem Etikettenschwindel. Wer sich schon über vermeintlichn Dichtestress so aufregen kann, sollte sich dessen bewusst sein. Zum Glück durchschaut mittlerweile offenbar eine Mehrheit die falschen Versprechungen der SVP.
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