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Der Sommer wird zum Stresstest für Urlaub in Spanien und Griechenland

Es wird eng in Spanien, auf den Balearen und in Griechenland.
Es wird eng in Spanien, auf den Balearen und in Griechenland. bild: dpa / Arturo jimenez

Schlechte Nachrichten für alle, die nach Spanien oder Griechenland reisen wollen

Der Sommer 2026 wird zum Stresstest für Europas Urlaubs-Hotspots. Geopolitische Spannungen verschieben die Touristenströme. Das hat Folgen: In Zielen wie Spanien und Griechenland wird es eng – und teurer.
25.05.2026, 22:3725.05.2026, 22:37
Felix Gräber / watson.de

Die Sehnsucht nach Sonne, Strand und Meer treibt im Sommer 2026 wieder Millionen Touristinnen und Touristen in Richtung Süden. Doch während ansonsten viele das breite Angebot im Mittelmeerraum nutzen, sorgt die brisante Lage im Nahen Osten in diesem Jahr für eine spürbare Umverteilung. Viele Reisende verzichten aus Sicherheitsbedenken auf Länder wie die Türkei oder Ägypten. Die relativ nahe Lage zu aktuellen Krisenherden gibt offenbar ein schlechtes Gefühl bezüglich der Ferien.

Sorge in den Ferien: Spanien und Griechenland profitieren

Das westliche Mittelmeer mit Zielen wie Spanien und zusätzlich Griechenland wird im Gegenzug zum Zufluchtsort – mit all den Folgen einer Nachfrage, die ordentlich in die Höhe schnellt.

So geht es aus der aktuellen Bilanz zum Sommergeschäft 2026 von Reiseveranstalter TUI hervor: Die Nachfrage nach den Balearen, Kanaren und griechischen Inseln liege auf gutem Niveau, berichtet das Branchenportal Aviaton Direct. Unter den aktuellen Bedingungen entwickeln sich diese Ziele zu Hochburgen für alle, die Sicherheit und Entspannung in den Ferien suchen. Die Kehrseite: Die Kapazitäten an Spaniens und Griechenlands Stränden geraten unter Druck.

Das spüren Urlauberinnen und Urlauber nicht nur bei den Preisen für Unterbringung oder Flüge. Auch vor Ort könnten die Preise anziehen, zumal weitere preistreibende Faktoren wie die Nachwuchssorgen beim Rohöl nicht beseitigt sind. Ganz von diesen Sorgen abgesehen, könnte es in den entspannten Ferien auch ein ganz banales Problem geben: Am Strand, der Promenade, in Restaurants und Eisdielen wird es voll.

Wer davon träumt, spontan doch noch ein günstiges Angebot zu ergattern, sollte die Hoffnung aber noch nicht aufgeben. Einerseits gebe es nur noch wenig Spielräume für Preissenkungen, meint TUI-Chef Sebastian Ebel. Andererseits haben die aktuellen Krisen noch einen anderen Effekt: Die Urlauberinnen und Urlauber sind ungewohnt zurückhaltend, viele haben noch gar nicht für den Sommer gebucht. Der Konzern hofft daher auch für seine Gewinne darauf, dass das Last-Minute-Geschäft noch einen deutlichen Schub gibt.

Dafür spricht auch, dass TUI keine deutliche Zunahme des inländischen Tourismus sieht. Fernreiseziele sind nicht abgeschrieben.

Während in Spanien und Griechenland die Reisepreise laut Reiseanbietern mindestens auf Vorjahresniveau verharren, gibt es auch im Sommer 2026 noch günstige Ziele. Oft aber eben genau die, um die sicherheitsbewusste Reisende derzeit einen Bogen machen. Eben weil vorsichtige Kunden ausbleiben, müssen Reiseanbieter und Fluglinien mit günstigen Preisen reagieren.

Fliegen könnte 2026 zusätzlich teurer werden

Übrigens: Wer auf Möglichkeiten zum Ende der Sommersaison spekuliert, geht ein grosses Risiko ein. Die Nachschub-Unsicherheit bei Kerosin dürfte zu steigenden Ticketpreisen führen. Noch betonen zwar viele Airlines, dass für den Sommer keine Probleme zu erwarten seien. Sie machen aber auch klar, dass die Preistendenz nach oben zeigt.

Für Spanien kommt eine besondere Situation dazu: Im August soll an mehreren Orten Nordspaniens eine totale Sonnenfinsternis zu sehen sein. Die treibt schon jetzt die Preise rund um die Orte in die Höhe, die als Standorte infrage kommen, um das Himmelsspektakel zu beobachten.

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quelle: keystone / mohammed badra
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