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Lokführerstreik

Warnstreik legt das deutsche Eisenbahnnetz lahm – Schweiz massiv betroffen

Erneut hat ein Warnstreik der deutschen Lokführer den Zugverkehr in ganz Deutschland fast komplett lahmgelegt. Auch die Verbindungen mit der Schweiz waren vom dreistündigen Streik massiv betroffen.



Members of the German Train Drivers' Union (GDL) stands in front of Ostbahnhof railway station during a three-hour warning strike calling for higher wages by employees of Germany's rail operator Deutsche Bahn (DB), in Berlin September 6, 2014. The German rail workers' union GDL said on September 5, 2014 that train drivers would hold another token strike nationwide from from 6 a.m. to 9 a.m. on Saturday to back their demands for higher wages and a shorter work week. REUTERS/Hannibal Hanschke (GERMANY - Tags: BUSINESS CIVIL UNREST TRANSPORT EMPLOYMENT)

Streikende Lokführer im Berliner Ostbahnhof. Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

Der Warnstreik der Lokführer der Deutschen Bahn legte den Zugverkehr am Samstagmorgen in weiten Teilen Deutschlands lahm. Der Ausstand war angesetzt von 6 bis 9 Uhr morgens. Betroffen seien Regional- und Fernzüge, die S-Bahnen in Berlin und Hamburg sowie der Güterverkehr, sagte Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), in Berlin.

Die GDL will ein besseres Tarifangebot von der Bahn erzwingen. Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Sie erhebt ihre Forderungen auch für Zugbegleiter und andere Beschäftigte in den Zügen.

Nur bis zur Grenze

Die Streikaktion vom Samstagmorgen hatte auch massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland. Von der Schweiz aus hätten am Morgen rund 20 Züge nur bis zur Grenze fahren können, sagte SBB-Sprecher Stephan Wehrle auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

 Seit dem späteren Morgen verkehrten die Deutschlandzüge wieder durchgehend. Während des Warnstreiks mussten Deutschlandreisende mit mehrstündigen Verspätungen rechnen. Gegen Mittag gingen die Wartezeiten merklich zurück. Es gab aber noch Verspätungen von unterschiedlicher Länge. Wehrle rechnete mit einer Normalisierung im Verlaufe des Tages. (erf/sda/dpa)

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