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Türkei: Die USA sollten Beziehungen nicht für Gülen «opfern»



Die türkische Regierung hat die USA gewarnt, die Beziehungen nicht für den islamischen Prediger Fethullah Gülen zu opfern.

«Wenn die USA (Gülen) nicht ausliefern, werden sie ihre Beziehungen zur Türkei für einen Terroristen opfern», sagte Justizminister Bekir Bozdag am Dienstag bei einer Medienkonferenz in Ankara.

Die Türkei dringt auf die Auslieferung des 75-jährigen Geistlichen, den sie für den gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli verantwortlich macht.

Die US-Regierung fordert aber konkrete Beweise dafür, dass Gülen in den Umsturzversuch verwickelt war. Gülen ist der Gründer der Hizmet-Bewegung, die weltweit ein Netzwerk aus Schulen, Nachhilfeeinrichtungen, Stiftungen und Medien betreibt.

Ankara wirft der Bewegung vor, Polizei, Militär, Justiz und andere staatliche Einrichtungen unterwandert zu haben. Seit dem Putsch wurden zehntausende mutmassliche Gülen-Anhänger aus dem Staatsdienst entlassen oder festgenommen.

Bozdag fragte, wie die USA in einem ähnlichen Fall reagieren würden. «Was wäre, wenn es einen versuchten Mordanschlag auf Obama gäbe, während er mit seiner Frau und Kindern im Urlaub ist, wenn das Weisse Haus bombardiert würde, Panzer Menschen niederfahren, Soldaten aus Helikoptern auf Menschen schiessen und der verantwortliche Terroristenführer in der Türkei wäre», fragte Bozdag. Die USA müssten handeln, bevor die Stimmung bei den Türken in Hass umschlage. (sda/afp)

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