Retter suchen in eingestürztem Schulgebäude in Nigeria Überlebende

Retter suchen in eingestürztem Schulgebäude in Nigeria Überlebende

13.03.2019, 19:0813.03.2019, 19:08

Beim Einsturz eines Gebäudes in der nigerianischen Stadt Lagos sind am Mittwoch Dutzende Menschen unter den Trümmern begraben worden, darunter auch mehrere Kinder. Nach Angaben von Rettungskräften sind einige der Verschütteten möglicherweise noch am Leben.

In dem mehrgeschossigen Wohnhaus waren auch ein Kindergarten und eine Grundschule untergebracht. Ein Sprecher sagte, die Polizei versuche derzeit herauszufinden, wie viele Menschen in dem eingestürzten Gebäude gefangen sind.

Rettungskräfte hätten bereits 20 Menschen aus den Trümmern geholt. Der Polizeisprecher machte keine Angaben dazu, ob es sich dabei um Überlebende oder um Todesopfer handelte. Ein Helfer sprach von «mindestens zehn Kindern», die das Haus unter sich begraben habe. Es werde davon ausgegangen, dass sie noch am Leben seien.

An der Unglücksstelle lagen Tornister, Spielzeug und Kleidung auf dem Boden, weinende Eltern warteten auf Neuigkeiten. «Bitte retten Sie mein Kind», rief eine Mutter, deren siebenjährige Tochter noch vermisst wurde, den Rettungskräften zu. Ein AFP-Reporter beobachtete, wie mindestens ein Kind offenbar tot aus den Trümmern geborgen wurde. Ein kleiner Junge, der ohnmächtig aus dem eingestürzten Gebäude geholt wurde, war schwer verletzt und mit Blut und Staub bedeckt.

Unklar ist bisher, warum das Haus einstürzte. Ein Augenzeuge sagte, es habe keinerlei Vorzeichen gegeben. «Wir standen draussen und rauchten, da ist das Gebäude einfach zusammengebrochen», sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Mehrere Menschen, die in der Nähe lebten, berichteten übereinstimmend, das baufällige Wohnhaus habe auf Anordnung der Behörden demnächst abgerissen werden sollen.

In Nigeria stürzen wegen laxer Sicherheitsvorschriften immer wieder Gebäude ein. Im September 2014 starben 116 Menschen, als in Lagos ein sechsstöckiges Gebäude zusammenbrach. Im Dezember 2016 begruben die Trümmer einer Kirche in Uyo 60 Menschen. (sda/dpa/afp)

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