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Winterwetter: Sturmwinde statt Sonnenschein zum Start der Skisaison



Der Wettergott hat es am Wochenende nicht gut gemeint mit Schneesportlern, die in die Saison starten wollten. In den Bergen sorgten heftige Sturmwinde und dicke Wolken für ungemütliche Verhältnisse. Auf den Strassen brachte der Schnee viele Autofahrer ins Schleudern.

Während es Frau Holle vor Wochenfrist noch gut gemeint hatte und den Skigebieten viel Schnee bescherte, konnte Petrus am Samstag und Sonntag die Bergsportlerinnen und -sportler nicht zufriedenstellen. «Der Jetstream in der Höhe über Deutschland führte verschiedene Tiefdruckgebiete in die Schweiz», sagte Gabriela Kaufmann von MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die Folge war grösstenteils schlechtes Wetter mit Niederschlag. Im Wallis, Berner Oberland und in Graubünden gab es fast gar keinen Sonnenschein. «Nur ganz im Südosten reichte es am Sonntagmorgen für ein paar Sonnenstrahlen», sagte Kaufmann.

Den Alpen entlang fiel oberhalb von 800 Metern 3 bis 8 Zentimeter Schnee. Begleitet wurde das trübe Wetter durch stürmische Winde. Auf dem Säntis wurden Böen um die 120 Kilometer pro Stunde gemessen. Auch auf dem Pilatus und dem Jungfraujoch bliesen laut MeteoSchweiz Sturmwinde.

Viele Schleuderunfälle

Wer nicht in die Berge reiste, hatte es wettermässig auch nicht viel besser. In Teilen des Flachlands reichte der weisse Niederschlag in den frühen Morgenstunden am Sonntag für eine dünne Schneedecke. Einsetzender Regen spülte diese aber gleich wieder weg.

Der Schneematsch sorgte auf den Strassen für viele Unfälle. Vor allem im Verlauf des Samstags kamen in verschiedenen Kantonen Autos ins Schleudern. In den meisten Fällen blieb es bei einem Blechschaden.

Nicht so bei einer Kollision zwischen einem Auto und einem Linienbus am Samstagmittag am Wolfgangpass zwischen Davos GR und Klosters GR: Bei diesem Zusammenstoss wurden eine 15-jährige Jugendliche schwer und zwei weitere Personen leicht verletzt. Der Autofahrer hatte auf der Fahrt talwärts auf der schneebedeckten Strasse in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war auf die Gegenfahrbahn geraten.

Schutzengel dabei gehabt

Glück im Unglück hatte eine 30-jährige Autofahrerin, die am Samstagmorgen bei einem Selbstunfall in Trimbach SO mit ihrem Fahrzeug eine Böschung hinunterrutschte. Dieses überschlug sich mehrmals. Die Frau kam mit leichten Verletzungen davon.

Ebenfalls einen Schutzengel hatte eine Autofahrerin in Sufers GR, deren Wagen sich nach einem Rutschmanöver überschlagen hatte. Auch sie verletzte sich nur leicht.

Viele weitere Unfälle konnten laut den verschiedenen Kantonspolizeien auf nicht an die Witterung angepasste Fahrweise oder aber mangelhafte Winterausrüstung an den Fahrzeugen zurückgeführt werden. (sda)

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