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Informationstechnologie: Hunderttausende Jobs in der Schweiz durch Digitalisierung bedroht



Kassierer im Detailhandel, Kaufmännische Angestellte, Metzger, Empfangspersonal, Postangestellte, Buchhalter und Laboranten: All diese Berufe werden künftig mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent automatisiert werden.

Das geht aus einer Untersuchung der Universität Oxford hervor, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Demnach verschwinden in 20 Jahren durch die digitale industrielle Revolution die Hälfte der heute in den USA existierenden Jobs. Auch in der Schweiz droht den Berechnungen zufolge mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen dieses Schicksal.

Von den gefährdeten Berufen wären hierzulande Büroangestellte überdurchschnittlich stark von der Digitalisierung betroffen, gibt es in der Schweiz doch 284'000 kaufmännische Angestellte und 48'000 Buchhalter.

Durch die Automatisierung sollen aber nicht nur Jobs verschwinden, sondern auch Zeit für andere Aufgaben freigesetzt werden. Kaufleute beispielsweise werden demnach vorwiegend Aufgaben erledigen, die zu komplex sind um automatisiert zu werden oder die persönliche Kontakte und Sozialkompetenz voraussetzen.

Auch anspruchsvollere Aufgaben betroffen

Während durch den technischen Fortschritt in den letzten Jahrzehnten vor allem Routinetätigkeiten automatisiert wurden, werden laut den Studienautoren bis in 20 Jahren auch für höher qualifizierte Arbeit nur noch wenige Menschen nötig sein. Im Zukunftsszenario der Oxford-Forscher übernehmen Software und Maschinen die Führung von Personalakten, die Verwaltung von Lager und die Erstellung von Bilanzen.

Als einer Treiber dieser vierten industriellen Revolution gilt die Datenanalyse. So erkennt der Computer Watson von IBM bereits heute Sprache und Bilder. Er macht unstrukturierte Datensätze, wie E-Mails, Studien und Gesundheitsdaten, einfach zugänglich. Der Rückversicherer Swiss Re setzt als erste Schweizer Firma Watson ein. Der Computer soll Risiken einschätzen oder Schäden beurteilen.

Die digitale Revolution wird auch am kommenden Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos (20.-23. Januar) ein Schwerpunktthema sein. (sda)

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