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Bei «L'Hebdo» und der «Le Temps» werden 36 Stellen gestrichen



Nach der Einstellung des Wochen-Magazins «L'Hebdo» hat Ringier Axel Springer Schweiz am Donnerstag den Abbau von 36 Stellen angekündigt. Stark betroffen ist auch die Zeitung «Le Temps», die dem gleichen Verlagshaus angehört.

Die Verleger eröffneten die Kündigungen am Donnerstagmorgen der Redaktion: 25 Personen werden entlassen, 11 gehen frühzeitig in Pension. Zudem sei das Mandat von 7 freien Mitarbeitenden des «L'Hebdo» beendet worden, sagte Michel Danthe, Präsident der Redaktionskommission, am Donnerstag der Nachrichtenagentur sda.

Er bestätigte damit Berichte des Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. Der Stellenabbau trifft auch die Zeitung «Le Temps», die mit «Hebdo» den Newsroom geteilt hatte. «Das ist die grösste Restrukturierung in der Geschichte der Zeitung. Wir verlieren ungefähr 20 Stellen», sagte Danthe.

Bei der Tageszeitung verlieren sämtliche Rubriken eine bis zwei Stellen. Am stärksten sind die beiden Rubriken Meinungen und Debatte sowie Kultur betroffen, wie Danthe festhielt. Zum Stellenabbau wird ein Sozialplan ausgehandelt.

Die Redaktion hatte dem Verlagshaus am Freitag ihre Vorschläge vorgelegt, um die Zahl der Entlassungen zu verringern. Sie schlug vor, die Führungsriege zu reduzieren und die genutzte Bürofläche im Gebäude von drei auf zwei Etagen zu verringern.

«L'Hebdo» nach 35 Jahren eingestellt

Die Vorschläge wurden am Mittwoch abgelehnt, worauf am Donnerstag die Kündigungen ausgesprochen wurden. Ringier Axel Springer bestätigte den Abbau von 36 Stellen. Das Verlagshaus hatte am 23. Januar angekündigt, den «L'Hebdo» nach 35 Jahren einzustellen.

Der Entscheid führte zu grossen Protesten in der Westschweiz. Erst am Mittwoch hatte die Direktion von Ringier Axel Springer Schweiz bei Gesprächen mit der Waadtländer Regierung versichert, die Zeitung «Le Temps» nachhaltig sichern zu wollen. Die Gespräche werden fortgesetzt. (sda)

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