Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Unia unterstützt vom Parlament verabschiedete Rentenreform



Trotz der Erhöhung des Frauenrentenalters unterstützen die Delegierten der Gewerkschaft Unia die vom Parlament beschlossene Reform Altersvorsorge 2020. Das Paket bringe eine Stärkung der AHV.

Die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 bleibe aber eine «bittere Pille», ein «riesiger Makel», teilte die Unia am Samstag mit. Unia-Sprecher Philipp Zimmermann wollte auf Anfrage kein Stimmenverhältnis bekannt geben. Der Entscheid sei umstritten gewesen und es sei vielen Delegierten schwer gefallen, die Rentenreform zu unterstützen.

Trotzdem entschieden sie sich für ein Ja, weil das Reformpaket wichtige Fortschritte enthalte. «Erstmals seit Jahrzehnten werden die AHV-Neurenten erhöht. Die zusätzlichen 70 Franken pro Monat machen eine Verbesserung um 3 bis 6 Prozent aus», heisst es in der Mitteilung. Zudem würde der Plafond für die Ehepaarrenten angehoben.

Einen weiteren positiven Punkt sieht die Unia auch mit der besseren Abdeckung tiefer Einkommen durch die berufliche Vorsorge. Mit der Senkung des Koordinationsabzugs seien künftig Arbeitnehmende ab einem Jahreseinkommen von 14'100 Franken in der zweiten Säule versichert. Wichtig sei auch, dass Arbeitnehmende ab 58 Jahren auch bei einem Stellenverlust in ihrer Pensionskasse versichert bleiben könnten und ihren Rentenanspruch behielten.

Mit der Unterstützung der Unia nimmt die Rentenreform eine weitere Hürde, denn auch von ihr, insbesondere der Frauenkommission, war Kritik am Reformpaket des Parlaments laut geworden.

Die Unia-Delegierten beantragen nun der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) die Unterstützung der am Donnerstag verabschiedeten Rentenreform.

Trotz allem bezahlen die Frauen gemäss der Unia den höchsten Preis für die Reform. Die Unia-Delegierten möchten daher, dass der SGB eine Volksinitiative prüft, die «schnell wirksame Instrumente zur Durchsetzung der Lohngleichheit in der Verfassung verankern soll». (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!