Snapchat will EU-Empfehlungen gegen Internet-Hetze anwenden

Snapchat will EU-Empfehlungen gegen Internet-Hetze anwenden

07.05.2018, 13:4007.05.2018, 13:40

Nach Facebook und Twitter will nun auch die Foto-App Snapchat die EU-Empfehlungen gegen illegale Hasskommentare und Terrorpropaganda anwenden. Das kündigte das US-Unternehmen nach Angaben der EU-Kommission am Montag an.

Justizkommissarin Vera Jourova sagte: «Das ist besonders wichtig, weil es dabei helfen wird, die junge Generation zu schützen, die Snapchat nutzt.»

Online-Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube hatten sich 2016 freiwillig dazu verpflichtet, stärker gegen Hasskriminalität im Internet vorzugehen. Nach Angaben der EU-Kommission vom Januar nahmen sie zuletzt rund 70 Prozent aller in den EU-Staaten beanstandeten Inhalte auf Grundlage der Selbstverpflichtung aus dem Netz.

In mehr als 80 Prozent der Fälle wurden die Beiträge innerhalb von 24 Stunden gelöscht. Snapchat ist das mittlerweile siebte grosse Unternehmen, das den Verhaltenskodex anwendet.

Im März präsentierte die EU-Kommission weitere Empfehlungen im Kampf gegen Online-Terrorpropaganda. Dabei schlug die Brüsseler Behörde unter anderem eine Ein-Stunden-Frist zum Löschen gemeldeter Terrorpropaganda vor. Auf verpflichtende Massnahmen verzichtet die EU-Kommission bislang. (sda/dpa/apa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!