Flugzeugunglück: Frankreich ermittelt im Fall des verschwundenen Egyptair-Flugzeugs

Flugzeugunglück: Frankreich ermittelt im Fall des verschwundenen Egyptair-Flugzeugs

19.05.2016, 14:56

Nach dem Verschwinden einer Egyptair-Maschine auf dem Flug von Paris nach Kairo hat die französische Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet. Über das Schicksal des Flugzeugs mit 66 Insassen gibt es weiterhin keine gesicherten Informationen.

Derzeit gebe keine Hinweise auf eine Ursache, nichts könne ausgeschlossen werden, hiess es in einer Mitteilung der französischen Staatsanwlatschaft am Donnerstag in Paris.

Der französische Präsident François Hollande geht davon aus, dass die Egyptair-Maschine abgestürzt ist. Frankreich suche im Mittelmeer nach Wrackteilen des Airbus, sagte Hollande in Paris.

Gemeinsam mit den griechischen und ägyptischen Behörden wollten französische Schiffe und Flugzeuge den Ort ausfindig machen, wo das Flugzeug zu Bruch gegangen sei. Es werde nach Wrackteilen gesucht, um herauszubekommen, was geschehen sei.

Aktuell könne keine Schlussfolgerung ausgeschlossen werden. Hollande sprach von der Möglichkeit eines Unfalls oder eines terroristischen Hintergrunds, «woran jeder denkt».

Maschine bleibt vermisst

Der ägyptische Luftfahrtminister Scherif Fathi gab vor den Medien bekannt, nach dem Verschwinden des Flugzeugs könne weder ein Terroranschlag noch ein technischer Fehler ausgeschlossen werden.

«Wir kennen bislang den Grund für das Verschwinden nicht», sagte er. Es seien noch keine Wrackteile gefunden worden, sagte Fathi weiter. Die Suche sei ausgeweitet worden. Solange keine Trümmer gefunden seien, werde Flug MS804 als vermisst betrachtet.

Das Flugzeug der Airline Egyptair war am Mittwochabend von Paris aus nach Kairo gestartet. Der Kontakt brach am Morgen nach Angaben der Fluggesellschaft 280 Kilometer vor dem ägyptischen Festland ab. Die Maschine hatte sich dann bereis im ägyptischen Luftraum befunden.

Keine Schweizer an Bord

An Bord des vermissten Flugzeugs waren 66 Insassen - 56 Passagiere, sieben Besatzungsmitglieder und drei Sicherheitsoffiziere. Egyptair verbreitete über den Kurznachrichtendienst Twitter eine Liste der Nationalitäten der Passagiere. Darunter waren unter anderem 30 Ägypter und 15 Franzosen. Schweizer waren keine an Bord, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. (sda/afp)

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