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Entlassene Generalstaatsanwältin Venezuelas fürchtet um ihr Leben



Die entlassene Generalstaatsanwältin Venezuelas, Luisa Ortega Diaz, fürchtet um ihr Leben. Sie sei auf der Flucht, aber sie werde in ihrem Kampf für Demokratie und Freiheit in Venezuela nicht nachlassen, sagte Ortega Diaz der Nachrichtenagentur Reuters.

Sie hatte im März mit Präsident Nicolas Maduro gebrochen und wurde zu einer scharfen Kritikerin des Staatschefs, der mit der Installation einer neuen Verfassungsversammlung das Parlament aushebelte, in dem die Opposition seit der letzten Wahl eine Mehrheit hatte.

«Ich weiss nicht, welche dunklen Absichten und Pläne sie womöglich haben, um mich nicht nur meiner Freiheit zu berauben, sondern mir auch das Leben zu nehmen», sagte sie. Die 59-jährige Juristin lebt versteckt und wechselt mindestens einmal am Tag ihren Unterschlupf. Sie fühle sich permanent verfolgt, klagte sie.

Dennoch arbeite sie weiter für das Land, sagte Ortega Diaz. Sie stehe im Kontakt zu Staatsanwälten und anderen Institutionen in Venezuela und in anderen Ländern. Genauer wollte sie sich dazu nicht äussern. «Ich bin die Generalstaatsanwältin Venezuelas», betonte sie. Ihre Rechte würden ihr aber vorenthalten.

Die Vereinten Nationen forderten inzwischen Massnahmen zum Schutz der regierungskritischen Generalstaatsanwältin. Ortega Diaz stammt aus dem sozialistischen Lager. Sie wurde in den vergangenen Monaten zur ärgsten Gegnerin Maduros, seit es immer wieder zu Massenprotesten gegen die Regierung kam. Mehr als 120 Menschen wurden dabei getötet.

Ortega Diaz wirft Maduro Menschenrechtsverletzungen vor und beschuldigt die Regierung, Angaben über die Beteiligung an der Wahl der Verfassungsversammlung gefälscht zu haben. (sda/reu)

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