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Einsiedelei: Klause in der Verenaschlucht bei Solothurn ist verwaist



Nach etwas mehr als eineinhalb Jahren Tätigkeit hat Schwester Benedikta ihren Posten als Einsiedlerin in der Verenaschlucht bei Solothurn gekündigt. Sie hat die Klause bereits verlassen. Die Stelle wird vorerst nicht ausgeschrieben.

Die Ziele und Vorstellungen von Schwester Benedikta und der Bürgergemeinde Solothurn seien zu verschieden gewesen, heisst es in einer Mitteilung der Bürgergemeinde vom Dienstag. Schwester Benedikta wolle künftig wieder als Stadteremitin für Gebet und Menschen da sein.

Die Stelle einer Einsiedlerin wird vorläufig nicht ausgeschrieben. Die Bürgergemeinde Solothurn will die Situation in der Einsiedelei grundsätzlich überdenken und ein neues Konzept ausarbeiten. Die Hauswartarbeiten in der Einsiedelei werden vorläufig durch die bisherigen Stellvertreter übernommen.

Fast 120 Bewerbungen

Die damals 51-jährige Bernerin war im Sommer 2014 aus 119 Bewerbern und Bewerberinnen aus dem In- und Ausland zur neuen Bewohnerin der Einsiedelei gewählt worden. Über die Ausschreibung der Stelle berichteten auch mehrere ausländische Medien.

Kurz nach dem Amtsantritt wurden gegen Schwester Benedikta Drohungen ausgesprochen. Dies veranlasste sie, für einige Zeit an einem anderen Ort zu übernachten.

Im März 2014 hatte die bisherige Eremitin, die 68-jährige Verena Dubacher, die Verenaschlucht aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Ihr war der Rummel der Besucher zu viel geworden. Sie war 2009 als erste Frau zur Einsiedlerin ausgewählt worden. Ihr Vorgänger hatte ein Vierteljahrhundert in der Verenaschlucht gelebt.

Der Stelleninhaber oder die Stelleninhaberin lebt in einem kleinen Haus, das an einen Felsen angebaut ist. Zu den Aufgaben gehört die Pflege des Gartens, der Kontakt zu den Besuchern und die Betreuung der beiden Kapellen St. Martin und St. Verena. (sda)

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