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Ermittler untersuchen Hintergründe für Angriffsserie in Frankreich



Nach dem mutmasslichen islamistischen Anschlag in Südfrankreich untersuchen die Ermittler die Hintergründe. Es soll insbesondere aufgeklärt werden, ob der 25-jährige Angreifer Mitwisser oder Unterstützer hatte.

Auch die Herkunft seiner Waffe solle untersucht werden, sagte Anti-Terror-Staatsanwalt Francois Molins am Freitagabend.

Der mutmassliche Täter war den Behörden wegen Verstössen gegen das Waffen- und Drogenrecht bekannt. Staatsanwalt Molins sagte, er sei zudem wegen Verbindungen zur Salafisten-Szene ins Visier der Geheimdienste geraten. Es habe aber keine Anzeichen dafür gegeben, dass der 25-jährige Islamist zur Tat schreiten könnte.

«Unser Land hat einen islamistischen Terroranschlag erlitten», sagte Staatspräsident Emmanuel Macron am Abend in Paris. Er versprach den Franzosen seine «absolute Entschlossenheit» für den Kampf gegen den Terrorismus.

Islamist erschiesst drei Menschen

Der Angreifer hatte am Freitag bei mehreren Attacken in der Region Carcassonne insgesamt drei Menschen erschossen, 16 weitere wurden verletzt. Zudem nahm er Geiseln in einem Supermarkt. Nach stundenlangem Drama erschossen Spezialkräfte der Polizei den Angreifer, der sich als «Soldat» der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) bezeichnet hatte. Der IS hatte die Attacken anschliessend für sich reklamiert.

Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge. Vor allem die schweren Attacken von Paris 2015 und Nizza 2016 hatten das Land tief erschüttert - der neue Vorfall weckte auch Erinnerungen an die Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris vor gut drei Jahren.

Staatsanwalt Molins und Präsident Macron sagten, die terroristische Bedrohung komme inzwischen vor allem von innen. «Das heisst, dass Sie viele Personen haben, die sich selbst radikalisiert haben», sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel vor Journalisten. Frankreich sei aber nicht mehr in einer Situation wie vor zwei oder drei Jahren, wo Anschläge vom irakisch-syrischen Kriegsgebiet aus gesteuert worden seien. Die Pariser Terroranschläge vom 13. November 2015 waren nach Darstellung der Ermittler von dort aus gelenkt worden. (sda/apa/dpa)

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