Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Sicherheitskräfte töten alle Angreifer auf Militärspital in Kabul



Nach siebenstündigen Gefechten ist der Angriff von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf ein grosses Militärspital in Kabul beendet. Das meldete am Mittwochnachmittag der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Seddiki. Alle Terroristen seien tot.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hatten vier bewaffnete Männer das Spital kurz nach 9.00 Uhr (Ortszeit) angegriffen. Zu Beginn des Angriffs auf die 400-Betten-Klinik Sardar Mohammad Daud Chan sprengte sich laut Sicherheitskräften ein Selbstmordattentäter in die Luft.

Danach hätten drei Angreifer mit Schnellfeuerwaffen und Handgranaten den Gebäudekomplex gestürmt. Die Täter seien als medizinisches Personal verkleidet gewesen und hätten sich über mehrere Stunden einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften geliefert.

Zahl der Getöteten dürfte wachsen

Zur Zahl der Getöteten und Verletzten gab es unterschiedliche Angaben. Laut Behördensprechern waren bis zum Nachmittag neben den Angreifern vier Menschen getötet und mehr als 66 verletzt worden.

Zwölf der Verletzten seien in einem kritischen Zustand, unter ihnen neun Frauen und ein Kind. Der IS liess hingegen über sein Sprachrohr Amak verlauten, seine Kämpfer hätten mindestens 100 Menschen getötet.

Zahlen von Regierungssprechern sind in der Regel niedrig, und es gab Anlässe, zu denen Zahlen über Getötete verschwiegen wurden. Die Angaben von Extremisten sind dagegen oft übertrieben. Opferzahlen lassen sich unabhängig oft nur schwer überprüfen.

Präsident Aschraf Ghani sprach von einer Terrorattacke, die gegen alle menschlichen Werte verstosse. Der IS hat im vergangenen Jahr mehrere Anschläge vor allem auf schiitische Einrichtungen in Kabul verübt. Die radikal-islamische Taliban bestritten, etwas mit dem Angriff zu tun zu haben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen