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Archäologie: Genf gibt antike Tafel wegen Diebstahl-Verdachts an Ägypten zurück



Die Genfer Staatsanwalt hat am Mittwoch der ägyptischen Botschaft in Bern eine vermutlich gestohlene Alabaster-Tafel aus der Antike übergeben. Die Behörden waren von der Käuferin auf den Verdacht des Diebstahls aufmerksam gemacht worden.

Die Tafel soll aus der fünften oder sechsten Dynastie stammen und zwischen 2460 und 2150 vor Christus angefertigt worden sein, wie die Genfer Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Sie wurde für einen hohen Würdenträger aus dem direkten Umfeld des Herrschers geschaffen.

Nach dem Erwerb der Tafel über einen bekannten Händler wurde die Käuferin von einem Spezialisten darauf aufmerksam gemacht, dass das Fundstück wohl bei Ausgrabungen in Sakkara 1996 entdeckt worden sei. Vermutlich sei das kostbare Werk aus Lagerbeständen der Ausgrabungen gestohlen worden, hielt die Genfer Staatsanwaltschaft fest.

Auf Wunsch der Käuferin, die anonym bleiben will, wurde die Tafel an Ägypten zurückgegeben. Dabei beteiligt war auch ein Koordinator für Kulturgüter des Bundesamtes für Polizei (fedpol). Die Genfer Staatsanwalt eröffnete eine Strafuntersuchung wegen Betrugs. (sda)

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