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Erdbeben: Mindestens 29 Tote nach Beben in Afghanistan und Pakistan

26.10.2015, 12:28

Bei dem schweren Erdbeben in Afghanistan und Pakistan sind nach ersten Angaben der Behörden in beiden Ländern mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen.

Alleine zwölf Schülerinnen wurden bei einer Massenpanik in der nordafghanischen Stadt Talukan zu Tode getrampelt. Auch unter den Todesopfern in Pakistan waren nach offiziellen Angaben acht Kinder.

Acht Tote wurden im pakistanischen Bezirk Bajaur an der Grenze zu Afghanistan registriert, acht weitere in der Stadt Mingora im Swat-Tal. Eine Tote ermittelten die Behörden in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar. Aus Peshawar wurden von einem Arzt auch mehr als hundert Verletzte gemeldet.

Die US-Erdbebenwarte USGS registrierte am Montag eine Stärke von 7.5. Das Bebenzentrum lag nach USGS-Angaben nahe der afghanischen Stadt Dscharm in der nordöstlichen Hindukusch-Region in einer Tiefe von 213.5 Kilometern. Die Warte hatte die Stärke zunächst auf 7.7 geschätzt, sie dann aber auf 7.5 berechnet.

Mindestens eine Minute lang bebte die Erde. Die Stromnetze und Kommunikationsverbindungen brachen in mehreren Teilen Afghanistans, Pakistans und Nordindiens zusammen. Überall rannten die Menschen in Panik auf die Strassen.

Nach Angaben der pakistanischen Zeitung «Dawn» wurden Streitkräfte, Polizisten, lokale Beamte und zivilen Helfer dazu aufgefordert, alle verfügbaren Kräfte zu mobilisieren. Die pakistanische Erdbebenwarte warnte vor Nachbeben.

Mehrere Erdrutsche

Ein Augenzeuge im pakistanischen Abbottabad berichtete «Dawn», in seiner Region seien mehrere Erdrutsche ausgelöst worden. Es gebe im Swat-Tal viele Schäden, berichtete die pakistanisch-kanadische Dokumentarfilmerin Sharmeen Obaid-Chinoy auf Twitter. Das Haus ihres Fahrers in Shangla sei zerstört.

In Peschawar stürzte mindestens ein Haus in sich zusammen. In der Hauptstadt Islamabad fiel durch das Beben das Fernsehen aus, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur dpa berichtete.

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi wankten laut der Nachrichtenagentur AFP mehrere Gebäude. Hunderte Menschen flüchteten aus den Häusern ins Freie. Die Erschütterungen waren in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu zu spüren.

Erinnerungen an Himalaya-Erdbeben

Erst vor einem halben Jahr, am 25. April, hatte es ein grosses Himalaya-Erdbeben der Stärke 7.8 gegeben, dessen Zentrum in Nepal lag. Damals starben rund 9000 Menschen.

Bei der Messung von Erdbeben wird die Stärke der Bodenbewegung angegeben (Magnitude). Weltweit treten jährlich etwa 50'000 Beben der Stärke 3 bis 4 auf. Etwa 800 haben die Stärken 5 oder 6. Ein Grossbeben hat den Wert 8.

Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise unterschiedliche Auswirkungen haben. Meist gilt: Stärke 3: nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren. Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden. Stärke 6: mässiges Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen. Stärke 7: starkes Beben, oft mit katastrophalen Folgen. (sda/dpa/afp/reu)

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