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Totenstadt im Tessin gefunden



Auf einer Baustelle in Carasso TI ist eine römische Nekropolis zu Tage gekommen. Rund dreissig Gräber mit Grabbeigaben sind seit Januar entdeckt worden.

Die Gräber stammen aus dem vierten Jahrhundert nach Christus, wie der Kanton Tessin am Dienstag mitteilte. Sie wurden mit Trockenmauern hergestellt und mit grossen Steinplatten überdeckt.

Die Gegenstände, die man in den Gräbern gefunden hat, waren Teil des Alltags der Verstorbenen: Eisenwerkzeuge wie Sicheln, Äxte, Messer und Dolche oder Handspindeln - Steinscheiben mit einem Loch in der Mitte, die für das Spinnen genutzt wurden.

Bauern und Schafzüchter

Die Gegenstände zeugen von einer Gesellschaft, die stark an ein bestimmtes Gebiet gebunden war und sich der Landwirtschaft und der Schafzucht verschrieben hat, wie der Kanton weiter schreibt.

Die Ausgrabungen werden noch bis Ende April weitergeführt. Sie dürften weitere wichtige Zeugnisse antiker Völker auf Kantonsgebiet zum Vorschein bringen. Danach werden zwei Häuser und ein privates Schwimmbad auf dem Grundstück stehen, wie Rossana Cardani Vergani, Chefin des Tessiner Amts für Archäologie, sagte.

Bereits 1969 wurden zwei römische Gräber in der Umgebung von Carasso gefunden. Eines erlangte Bekanntheit, da es ein Ring mit einem Christusmonogramm enthielt: eine Kombination aus Buchstaben, die für den Namen Jesus Christus stehen. Es ist ein Zeichen der Übergangszeit zwischen dem Heidentum und der christlichen Religion. (sda)

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