Waadtländer Milliardär Frederik Paulsen klagt gegen Tamedia

Waadtländer Milliardär Frederik Paulsen klagt gegen Tamedia

03.04.2019, 19:2403.04.2019, 19:24

Weitere Klage gegen Tamedia aus der Romandie: Der Waadtländer Unternehmer Frederik Paulsen reicht gegen das Medienhaus rechtliche Schritte wegen angeblicher Persönlichkeitsverletzung ein.

An das zuständige Friedensgericht in Zürich sei ein entsprechender Schlichtungsantrag gestellt worden, teilten die Berater des Verwaltungsratspräsidenten der Ferring-Gruppe in St. Prex VD mit.

Paulsen sei in der Serie von mehr als 30 zwischen Juni 2018 und Februar 2019 veröffentlichten Artikeln Opfer einer Medienkampagne von Tamedia geworden. «Die verschiedenen Artikel stellen einen rechtswidrigen Angriff auf seine Persönlichkeit dar», heisst es im Communiqué.

Umstrittene Reisen

Waadtländer Politiker verschiedener Lager wie etwa FDP-Staatsrat Pascal Broulis oder SP-Ständerätin Géraldine Savary waren auf Einladung des Milliardärs und russischen Honorarkonsuls mehrmals nach Russland gereist, wie der «Tages-Anzeiger» aufdeckte. Danach hielten Vorwürfe der Korruption die Waadtländer Politik monatelang in Atem.

Paulsen ist nicht der erste, der juristisch gegen Tamedia vorgeht. Der Waadtländer Staatsrat Pascal Broulis reichte eine Zivilklage wegen Ehrverletzung gegen einen Journalisten des «Tages-Anzeigers» ein. Dieser hatte in mehreren Berichte über Steuersituation des FDP-Politikers geschrieben.

Auch der Genfer Staatsrat Pierre Maudet kreuzt mit Tamedia die Klingen. Er verlangt vom «Tages-Anzeiger» das Recht auf eine Gegendarstellung zu einem im vergangenen November erschienenen Artikel. Eine Anhörung vor einem Genfer Zivilgericht fand am Dienstag statt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!