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Heimat als interaktiver Erlebnis-Parcours im Stapferhaus Lenzburg



In der neuen Ausstellung leuchtet das Stapferhaus in Lenzburg AG den Begriff Heimat und die damit verbunden Erinnerungen, Gefühle und Sehnsüchte aus. Unter dem Titel «Heimat. Eine Grenzerfahrung» gibt es vieles zu entdecken und einiges über sich selbst zu erfahren.

Die Besuchenden der Stapferhaus-Ausstellung im Zeughaus Lenzburg sollen auf einem interaktiven Rundgang die Heimat im Spannungsfeld zwischen Sehnsucht und Angst oder zwischen Tradition und Wandel erfahren.

Die Gang durch die Schau, die sich als «Erlebnis-Parcours» versteht, beginnt am Ort der vollkommenen Geborgenheit, also im Mutterleib: Im Stapferhaus ist der Mutterleib eine grosse Raumprojektion, eine Illusion.

Ist der Anlauf gemacht, geht es weiter zur Heimatsuche, die auch eine Identitätssuche sein kann. Wer mehr von sich selbst weiss, interessiert sich auch für die Ansichten anderer. So sind in sieben Häuschen die Geschichten von sieben unterschiedlichen Menschen zu erfahren.

Menschen sind Heimat

Da erzählt eine 75-jährige Frau ihre Geschichte, die in einem Bündner Berdorf verwurzelt ist. Ein Flüchtling berichtet von der Suche nach seiner neuen Heimat. Auch eine junge Frau kommt zu Wort, die sich in Schweizer Werten und im muslimischen Glauben zu Hause fühlt.

Die Ausstellungsmacher setzen nicht nur auf Einzelgeschichten, sondern auch auf Masse: Bei zwölf «Chilbis» in der ganzen Schweiz wurden in den letzten Monaten 1000 Menschen zum Thema Heimat befragt.

Bei den weiteren Stationen geht es unter anderem um die Regeln des gesellschaftspolitischen Zusammenlebens. Die Ausstellung macht deutlich, dass das Heimatland mehr sein kann als nur der Name eines Landes, der im Pass steht.

In der als Parklandschaft gestalteten Station «Heimatland» dreht sich alles ums Bleiberecht, um die Geschichte des Bürgerrechts - und letztlich um die Frage, welche Heimat die Menschen wollen.

Fast zuletzt entführt die modern gestaltete und mit viel Technik bestückte Ausstellung die Besuchenden mit einem Virtual-Reality-Flug zu einem Heimatplaneten irgendwo im Weltraum. Ganz am Ende ist alles aber analog: Die Besuchenden erhalten einen persönlichen Heimatschein.

Die neue Ausstellung «Heimat. Eine Grenzerfahrung» des Stapferhauses in Lenzburg öffnet am Samstag und dauert rund ein Jahr lang. (sda)

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