Berset: Die Schweiz wird international gehört und geschätzt

Berset: Die Schweiz wird international gehört und geschätzt

27.09.2018, 21:1227.09.2018, 21:12

Die Stimme der Schweiz wird auf dem internationalen Parkett gehört. Diesen Schluss zieht Bundespräsident Alain Berset nach der Eröffnung der Uno-Vollversammlung.

Die Schweiz werde als solider und vertrauenswürdiger Verhandlungspartner an der Uno geschätzt, sagte Berset der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag in New York.

Umgekehrt spiele die Uno für die Schweiz eine wichtige Rolle. Als offenes, Export orientiertes Land brauche die Schweiz stabile Regeln und gute internationale Zusammenarbeit.

Migration und Gesundheit im Zentrum

In seiner Rede vor der Vollversammlung hatte Berset am Dienstag den Multilateralismus verteidigt. Eine auf Protektionismus und Egoismus ausgerichtete Politik erschwere den Handel und führe zu Wohlstandseinbussen, Misstrauen und Abschottung: «Wir können Herausforderungen wie die wachsende Ungleichheit, den demografischen Wandel oder die Migration und deren Ursachen nur in einem Geist des gegenseitigen Vertrauens erfolgreich angehen.»

Berset nahm auch teil an zwei hochrangigen Runden zum Uno-Migrationspakt, der im Dezember in Marrakech verabschiedet werden soll. Am Donnerstag legte der Bundespräsident einen Schwerpunkt auf die Gesundheit. Er engagierte sich an einer Konferenz über die Gesundheitsversorgung in Notsituationen und sprach an einer Veranstaltung über nicht übertragbare Krankheiten.

Der Bundespräsident sagte, zur Bekämpfung solcher Krankheiten brauche es einen starken politischen Willen und bessere Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft. Auch müsse das Wissen der Bevölkerung über die Gesundheitsvorsorge verbessert werden.

Bilaterale Gespräche

Beeindruckt haben Berset die vielen persönlichen Begegnungen, die im Uno-Rahmen in bilateralen Gesprächen möglich sind. Der Bundespräsident traf unter anderen Uno-Generalsekretär António Guterres und die seit Anfang September amtierende Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet.

Er sprach unter vier Augen auch mit den Staatschefs von Ägypten, Argentinien, Iran, Kosovo, den Marshall-Inseln, Mosambik, Nepal, Serbien und Slowenien.

Vor der Rückkehr in die Schweiz in der Nacht auf Freitag hält Berset an der University of Philadelphia im US-Bundesstaat Pennyslvania einen Vortrag über die direkte Demokratie. Philadelphia gilt als Gründerstadt der USA, dort wurden die Unabhängigkeitserklärung und die Verfassung unterzeichnet. (sda)

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