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Sechs Tote bei Absturz von Rettungshelikopter in Mittelitalien



Beim Absturz eines Rettungshelikopters in Mittelitalien sind am Dienstag alle sechs Insassen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich während einer Bergungsaktion für einen verletzten Skifahrer in den Abruzzen, wie die Polizei von L'Aquila mitteilte.

Der Helikopter sei in der Nähe des Skigebiets Campo Felice am Gran Sasso-Massiv aus einer Höhe von 600 Metern in eine mehrere hundert Meter tiefe Schlucht gestürzt, berichtete die Polizei. Der Helikopter war mit dem verletzten Skifahrer auf dem Weg in ein Spital.

Rettungskräfte hätten das Wrack der Maschine entdeckt und in der Nähe die Leichen der fünf Besatzungsmitglieder und des Skifahrers gefunden, sagte ein Polizeisprecher. An Bord waren neben dem Verletzten zwei Piloten, ein Arzt, eine Krankenschwester und ein Bergretter.

Dichter Nebel

Die Rettung sei wegen dichten Nebels schwierig: «Wir haben einen Helikopter tief fliegen sehen und wir haben uns gefragt, wieso», sagte der Bürgermeister des nahen Ortes Lucoli, Gianluca Marrocchi, der Nachrichtenagentur ADN Kronos. «Wenig später verschwand er im Nebel.»

Der Helikopter setzte zuvor ein Absturzsignal ab. Bei der Polizei gingen zudem Berichte über eine laute Explosion ein.

In den Abruzzen liegt auch das vor sechs Tagen von einer Lawine verschüttete Hotel Rigopiano, wo ein gross angelegter Rettungseinsatz im Gange ist. Der abgestürzte Helikopter hatte aber nach Angaben eines Polizeisprechers nichts mit diesem Einsatz zu tun. (sda/dpa/afp/apa)

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