Dramatische Rettungsaktion: Die USA verlieren einen weiteren Kampfjet im Iran
Mit grotesken Fälschungen von Bildmaterial haben die Iraner schon mehrfach den Abschuss eines amerikanischen Super-Kampfjets vom Typ F-35 für sich reklamiert. Die marktschreierische Ankündigung vom Karfreitag ist diesmal immerhin zur Hälfte wahr: Die US-Luftwaffe hat den Verlust eines F-15E-Jagdbombers über iranischem Boden bestätigt.
Das Schicksal der zweiköpfigen Besatzung blieb am Freitagnachmittag weiterhin unklar. Bisher noch unbestätigte Bilder in den sozialen Medien zeigten einen leeren Schleudersitz und weitere Trümmer des Wracks. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim vermeldete die Gefangennahme des Piloten und seines Waffenoffiziers.
US-Stellen leiteten umgehend eine Such- und Rettungsoperation ein, die jedoch aufgrund der iranischen Luftabwehr als äusserst riskant galt. Ebenso unbestätigte Flugaufnahmen zeigten eine amerikanische Herkules-Transportmaschine und «Blackhawk»-Helikopter, wie sie über dem Iran kreisen. Eine weitere solche Aufnahme zeigte, wie das Rettungsflugzeug Leuchtkörper zur Abwehr von iranischen Flugabwehrflugraketen abfeuert.
Der Abschuss erfolgte am selben Tag, an dem Präsident Donald Trump neue Angriffe auf iranische Infrastruktur verkündete. Bei einem US-Luftschlag auf eine strategisch wichtige Brücke kamen nach iranischen Angaben mehrere Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Washington bezeichnete die Attacke als gezielten Schlag gegen Nachschubrouten für iranische Raketen- und Drohnenkräfte.
Die US-Verluste summieren sich
Seit Beginn der US-Militäroperation «Epic Fury» vor einem Monat summieren sich die Verluste: Mehr als 300 Soldaten wurden verwundet, 13 kamen ums Leben. Auch die Luftwaffe ist stark betroffen. Rund 20 Flugzeuge wurden beschädigt, mehrere vollständig zerstört.
Besonders schwer wiegt der wahrscheinliche Ausfall eines Frühwarnflugzeugs vom Typ E-3 Sentry, das bei einem iranischen Angriff am 27. März auf eine US-Basis in Saudi-Arabien massiv beschädigt wurde. Sollte die Maschine abgeschrieben werden müssen, würde dies die ohnehin knappe AWACS-Flotte weiter schwächen.
Hinzu kommen mehrere spektakuläre Vorfälle: Drei F-15E-Kampfflugzeuge wurden Anfang März bei einem «Friendly Fire»-Zwischenfall von einem kuwaitischen Kampfjet des gleichen Typs abgeschossen, die Besatzungen konnten gerettet werden. Weniger glimpflich endete der Absturz eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Irak, bei dem sechs US-Soldaten ums Leben kamen.
Weitere Maschinen dieses Typs wurden beschädigt, ebenso ein moderner F-35-Kampfjet. Auch unbemannte Systeme bleiben nicht verschont: Mindestens ein Dutzend MQ-9-Reaper-Drohnen gingen verloren – teils in der Luft, teils am Boden bei iranischen Raketenangriffen.
Militärexperten sehen in den Verlusten ein Warnsignal. Die US-Luftwaffe sei derzeit nur begrenzt in der Lage, selbst moderate Ausfälle rasch zu kompensieren. Dies könnte die Einsatzfähigkeit bei einer weiteren Eskalation erheblich beeinträchtigen. (aargauerzeitung.ch)
