Drei Tote und viele Verletzte bei Anschlag in der Südosttürkei
Bei einem Anschlag auf das Polizeipräsidium in der südosttürkischen Stadt Elazig sind am Donnerstag mindestens drei Personen getötet worden. Türkische Medien berichteten am Donnerstag von einer gewaltigen Explosion mit bis zu 100 Verletzten.
Das mit Sprengstoff beladene Fahrzeug habe auf dem Parkplatz vor dem Präsidium gestanden. Die Umgebung des Explosionsortes und Teile des vierstöckigen Gebäudes waren von schweren Verwüstungen gezeichnet. Fernsehbilder zeigten eine schwarze Rauchsäule über der Stadt.
Türkische Nachrichtensender sprachen von einem Terroranschlag und legten nahe, dass es sich um einen Angriff der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gehandelt habe.
Wenige Stunden zuvor war bereits im Zentrum der südosttürkischen Stadt Van eine Autobombe bei einem Polizeihauptquartier explodiert. Dabei wurden drei Menschen getötet und 40 weitere verletzt. Als Urheber beschuldigten Vertreter der Regionalregierung eine «regionale Terrorgruppe»; mit diesem Begriff wird in der Regel die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) bezeichnet. (sda/dpa/afp/reu/ap)
