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Ukraine

Nach CIA-Meldung: Trump teilt russland- und putinfeindlichen Artikel

Nach CIA-Meldung: Trump teilt russland- und putinfeindlichen Artikel

Laut dem US-Geheimdienst gab es keinen Angriff der Ukraine, der auf Putins Residenz gezielt hätte. Bei Donald Trump hat die Meldung womöglich einen weiteren Sinneswandel ausgelöst.
01.01.2026, 04:0201.01.2026, 14:29

Inmitten der Verhandlungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social geteilt. Das Boulevardblatt «New York Post» stellt in dem Stück Kremlchef Wladimir Putin als eigentliche Hürde auf dem Weg zum Frieden dar und geht hart mit ihm ins Gericht.

President Donald Trump listens during a news conference with Israel's Prime Minister Benjamin Netanyahu at Mar-a-Lago, Monday, Dec. 29, 2025, in Palm Beach, Fla. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Tr ...
Äussert indirekt Kritik an Wladimir Putin: Donald Trump.Bild: keystone

Unter anderem heisst es dort, jeder Angriff auf Putin sei «mehr als gerechtfertigt». «Wir brauchen seine Krokodilstränen nicht, stattdessen sollte der Druck erhöht werden». Es wird dafür plädiert, dass Russland keine weiteren Zugeständnisse gemacht werden sollten, sondern ein härteres Vorgehen nötig sei. Kiew habe seinen Teil beigetragen – nun liege es an Putin, zu handeln.

Trump verbreitet regelmässig Artikel von Medien, die ihm nahestehen. In manchen Fällen kommentiert der Präsident die Texte – dies war beim vorliegenden Stück nicht der Fall. In der Vergangenheit war Trump immer wieder eine gewisse Russlandnähe vorgeworfen worden, unter anderem, weil er zeitweise kremlnahe Positionen übernimmt.

US-Zeitung: Angriff auf Putins Residenz fand nicht statt

Anfang der Woche hatte Trump einen angeblichen Angriff der Ukraine auf eine Residenz Putins kritisiert. Die Ukraine wies die Anschuldigung Putins als Vorwand zurück, den Krieg fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen. Viele Experten bezweifeln, dass der von Russland geschilderte Angriff so stattgefunden hat.

Die Zeitung «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, dass die Ukraine die Residenz Putins nicht angegriffen habe. Dies werde auch von einer Analyse des Auslandsgeheimdienstes CIA belegt, hiess es in dem Stück weiter.

Im neuen Jahr sind bereits weitere Verhandlungen für ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs geplant: Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge ist ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater aus der «Koalition der Willigen» am 3. Januar in der Ukraine geplant. Am 6. Januar solle dann ein Treffen auf der Ebene der Staatschefs folgen. Als «Koalition der Willigen» verstehen sich westliche Länder, die die Ukraine auch militärisch unterstützen. (sda/dpa/con)

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106 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Alice36
01.01.2026 06:09registriert Juni 2017
Gute Nachrichten für den 1.1. Schade das diese nur bis zum nächsten Putin Telefon gelten wird und der Taco dann wieder umschwenkt. Wie kann ein einzelner Mensch nur so dumm sein wie DJT.
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Pantoffelheld
01.01.2026 06:49registriert September 2025
Ich wunderte mich sowieso, warum alle so entsetzt tun, weil die Ukraine angeblich die private Residenz Putins angegriffen haben soll. Als ob der Angriff sein Anwesen ein Frevel wäre. Ein grösserer Frevel jedefalls als Putins ständige Angriffe auf öffentliche, nicht-militärische Ziele wie Kinderspitäler, Schulen, Einkaufszentren, Energieanlagen, etc.
Aber der Angriff hat ja sowieso gar nie stattgefunden.

Dass bei Trump nun ein Sinneswandel eingetreten sein soll, ist eine naive, unbegründete Hoffnung. In der Vergangenheit war Agent Krasnov schon einige Male wütend auf Putin. Nie nachhaltig.
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Sälüzäme
01.01.2026 07:07registriert März 2020
Die Enttäuschung über Putin wird bei dem labilen Genie nicht lange anhalten und schon in ein paar Tagen ist wieder die Ukraine schuld an dem Krieg. Ein solches Verhalten hat er regelmässig an den Tag gelegt, spätestens nachdem sein Herrchen ihn am Telefon den Tarif durchgeben hat. Es wird Zeit das beide von der Bildfläche verschwinden und wieder Ruhe einkehrt.
Mehr wünsche ich mir nicht für das 2026.
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