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Catering: Gategroup empfiehlt alle Verwaltungsräte zur Wiederwahl



Der angeschlagene Flugverpfleger Gategroup empfiehlt der Generalversammlung von Mitte April alle Verwaltungsräte zur Wiederwahl. Darunter fällt auch der oppositionelle Hedgefonds-Vertreter, den man bisher loswerden wollte.

Die zwischen dem Verwaltungsrat und Gerard van Kesteren bestehenden unterschiedlichen Auffassungen seien in «einem intensiven und konstruktiven Dialog» beigelegt worden, teilte Gategroup am Montag in der Einladung zur Generalversammlung mit.

Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid zeigte sich mit der Einigung zufrieden. Das gebe in der aktuellen Phase der Strategieumsetzung ein klares Zeichen der Kontinuität.

Van Kesteren liess sich zitieren, er sei erfreut, wie der Verwaltungsrat in schwierigen Zeiten eine Lösung für das Unternehmen ausgearbeitet habe. Er werde seinen Teil «durch die volle Unterstützung des Verwaltungsrats, seines Präsidenten und der gemeinsam mit dem Management entwickelten Strategie» beitragen.

VR-Präsident tritt zurück

Gleichzeitig kündigte Schmid an, auf die Generalversammlung 2017 aus dem Aufsichtsgremium zurückzutreten. Der Verwaltungsrat will die Nachfolge beizeiten angehen. Schmid sass zehn Jahre lang im Gremium.

Die angeschlagene Gategroup sieht sich seit längerem von den beiden Minderheitsaktionären, den Hedgefonds RBR Capital und Cologny (Camox Master Fund), bedrängt. Sie halten 11.3 Prozent an dem Unternehmen und verlangten wiederholt Änderungen im Verwaltungsrat. Besonders ein Dorn im Auge ist ihnen Schmid.

Auf die Generalversammlung vom 14. April hin wollten sie neben der Abwahl Schmids zwei weitere Vertreter in den Verwaltungsrat entsenden und die Wiederwahl van Kesterens. Sie schlugen vor ein paar Wochen Nils Engel und Rudolph Bohli - letzterer ist der Chef eines der Hedgefonds, zur Wahl in den Verwaltungsrat vor.

Abwahl von zwei Verwaltungsräten

Im Gegenzug sollten die Verwaltungsräte Anthonie Stal und Remo Brunschweiler nicht mehr wiedergewählt werden. Hinter diesen Manövern steht die Forderung nach Änderungen in der Strategie und im Management.

Mitte Februar gab der Verwaltungsrat bekannt, er wolle an der Generalversammlung zwei zusätzliche Mitglieder einschliesslich des Präsidenten wählen lassen. Gategroup widersetzte sich in der Folge aber der Wiederwahl van Kesterens.

Mit der am Montag publizierten Einigung ist das vom Tisch. Zudem kommt Schmids Rücktritt 2017 den Wünschen der Hedgefonds entgegen. Ob sie der vom Verwaltungsrat nun präsentierten Lösung zustimmen werden, ist der Mitteilung nicht zu entnehmen.

Gategroup fuhr 2015 wegen Wechselkurseffekten, Restrukturierungskosten und Rückstellungen einen Verlust von 63.4 Millionen Franken ein. Ohne diese Effekte hätte sich die Lage aber leicht verbessert.

Mit der Gateway-2020-Strategie stellte die Gruppe im letzten Jahr einen neuen Turnaround-Plan vor. Beispielsweise sollen 300 Führungspositionen abgebaut werden. Die Hälfte der dadurch angestrebten Einsparungen von 20 Millionen Franken konnte laut Gategroup bereits umgesetzt werden. (sda)

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