Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

14,4 Millionen Franken vom Bund für Geothermieprojekt in der Waadt



Das Geothermieprojekt im waadtländischen Vinzel wird vom Bundesamt für Energie (BFE) mit 14.4 Millionen Franken unterstützt. Es ist landesweit das erste Projekt zur direkten Nutzung der Geothermie zur Wärmeerzeugung, das der Bund fördert.

Der Fördervertrag sei unterzeichnet, teilte das Unternehmen EnergeÔ, das hinter dem Projekt steckt, am Donnerstag mit. Die Gesamtkosten werden auf rund 23 Millionen Franken geschätzt.

Nach Einschätzung des BFE hat das Projekt einen erheblichen Mehrwert für die Suche nach geothermischen Ressourcen in der Schweiz, weil es als erstes einen hydrothermalen Speicher am Fuss des Juras im Visier hat. Möglicherweise lasse sich ein Potenzial erschliessen, das sich vom Kanton Genf bis zum Kanton Neuenburg und weiter erstrecke.

Die Projektgesellschaft EnergeÔ, an der auch Romande Energie beteiligt ist, begrüsst die Förderung durch den Bund. «Es ist eine Anerkennung unserer jahrelangen Bemühungen, um die zu 100 Prozent erneuerbare Energie der Erdwärme der Region La Côte zu nutzen», heisst es in einem Communiqué. Vinzel befindet sich etwa acht Kilometer nordöstlich vom Bezirkshauptort Nyon.

Wärme für 1500 Haushalte

Ziel ist es, ab 2021/2022 1500 Haushalte mit Wärme zu versorgen. Die geplante Anlage soll ab 2021/2022 Warmwasser mit einer geschätzten Temperatur von 80 bis 85 Grad und einer Durchflussmenge zwischen 30 und 70 Litern pro Sekunde entnehmen und zur Wärmeversorgung über ein Fernwärmesystem nutzen.

Hauptabnehmer soll die Gemeinde Gland mit einem geschätzten jährlichen Wärmebedarf von rund 34 Millionen Kilowattstunden werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand könnte die Geothermie rund 70 Prozent dieses Bedarfs decken und die CO2-Emissionen um 4000 bis 5000 Tonnen im Jahr senken.

Gescheiterte Deutschschweizer Projekte

Es ist geplant, Bohrungen bis zu einer Tiefe von 2200 Metern durchzuführen. Das ist halb so tief wie in Basel oder St. Gallen, wo Bohrlöcher in den Jahren 2006 beziehungsweise 2013 mehrere kleinere Erdbeben verursachten.

Beide Vorhaben scheiterten schliesslich. Ende 2009 beerdigte die Basler Regierung ihr Projekt. Die Stadt St. Gallen begrub ihre Pläne für das Geothermiekraftwerk 2014. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen