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Luftfahrt

Streik der Air-France-Piloten geht in zweite Woche

21.09.2014, 11:37

Der Streik der Air-France-Piloten im Konflikt um den Ausbau einer Billigflugtochter geht in die zweite Woche: Die Mitglieder der grössten Air-France-Pilotengewerkschaft stimmten mit 80,9 Prozent für die Fortsetzung des Ausstands bis zum kommenden Freitag.

Eine weitere Verlängerung sei nicht ausgeschlossen, wenn die Unternehmensführung ihre «Blockade» in den Verhandlungen nicht aufgeben sollte, teilte die Arbeitnehmervertretung SNPL AF Alpa am Samstag mit.

Die Piloten legen mit ihrem Streik seit einer Woche den Flugverkehr in Frankreich in weiten Teilen lahm. Der Konflikt dreht sich um die geplante Ausweitung der Aktivitäten der Air-France-Billigtochter Transavia auf ganz Europa. Air France reagiert damit auf die wachsende Konkurrenz durch Billigflieger wie Easyjet oder Ryanair.

Die von dem Konzern angebotenen Garantien reichen nach Ansicht der Gewerkschaft bisher nicht aus, um einen Stellenabbau in Frankreich auszuschliessen. Die Air-France-Piloten, die bis zu 250'000 Euro im Jahr verdienen, fürchten, dass sie durch billigere Kollegen bei Transavia ersetzt werden.

Treffen mit Premier gefordert

Die Gewerkschaft forderte am Samstag von Premierminsiter Manuel Valls erneut, sich mit den Piloten zu treffen. Die Arbeitnehmervertretung hoffe, dass der Regierungschef «sich für die Rettung französischer Arbeitsplätze interessiert», erklärte SNPL-Chef Jean-Louis Barber.

Valls hatte die Air-France-Piloten am Mittwoch aufgerufen, ihren Streik zu beenden, der von den Franzosen «nicht verstanden» werde. Air France teilte mit, die Gesellschaft gehe davon aus, dass am Sonntag nur noch 38 Prozent ihrer Flüge stattfinden würden.

Am Samstag waren es noch 45 Prozent gewesen. Die Beteiligung am Streik lag demnach zwischen 60 und 65 Prozent. Die Kosten durch den Ausstand hatte Air France bisher auf bis 15 Mio. Euro pro Tag beziffert. (sda/afp)

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