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Krankenversicherer Concordia stösst Firmenkunden-Geschäft ab

18.01.2018, 09:40

Der Krankenversicherer Concordia trennt sich vom Geschäft mit Firmenkunden. Grund für den Verzicht sind die tiefen Prämien bei Versicherung von Lohnausfall und Unfällen am Arbeitsplatz. 40 Stellen in Luzern gehen verloren.

In den letzten Jahren habe dieser Geschäftsbereich jeweils mehrere Millionen Franken Verlust eingebracht, sagte Concordia-Sprecherin Astrid Brändlin auf Anfrage. Sie bestätigte eine Meldung der «Luzerner Zeitung» vom Donnerstag. Die Prämien seien nicht mehr kostendeckend. Besonders schlimm sei der Verlust während der Finanzkrise gewesen.

Zu schaffen machen Concordia Anbieter, die mit Dumping-Preisen auf den Markt drängen um zu wachsen. Als Krankenversicherer wolle Concordia dieses Segment nicht quersubventionieren. Per 1. Januar 2019 verkauft das Unternehmen die Sparte. Ob es bereits Interessenten gebe, dazu wollte Brändlin keine Angaben machen.

Aktuell haben rund 3000 Unternehmen Krankentaggeldversicherung und deren 4500 Unfallversicherungen bei Concordia. Vom Gesamtvolumen der Prämien im Umfang von 2.5 Milliarden Franken macht das Firmenkundengeschäft bei Concordia bloss 2 Prozent aus.

Vom Verkauf betroffen sind 40 Mitarbeitende am Hauptsitz Luzern. In Einzelfällen werde es zu Entlassungen kommen. Der Krankenversicherer will, dass durch interne oder externe Wechsel möglichst viele Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden. (sda)

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