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Unternehmen bauen trotz Boom nur zögerlich Personal auf



Die Schweizer Wirtschaft läuft wie geschmiert. Darauf deutet der Einkaufsmanagerindex (PMI) hin. Dieser hielt sich auch im August auf einem Niveau, das nur zu Boomzeiten der Industrie erreichte wurde. Trotzdem stellen Unternehmen nur zögerlich neue Leute ein.

Der PMI kletterte im August um 0.3 Punkte auf einen Stand von 61.2 Zählern - und hält sich damit den dritten Monat in Folge über 60 Punkte, wie die Credit Suisse am Freitag mitteilte. Die Grossbank erhebt den wirtschaftlichen Frühindikator monatlich zusammen mit dem Einkäuferverband procure.ch.

Die Produktion konnte gesteigert werden, die Auftragsbücher sind prall gefüllt und längere Lieferfristen bei stabilen Lagerbeständen deuten auf gute Kapazitätsauslastungen hin. In der Folge notiert der PMI im August auf dem höchsten Stand seit Februar 2011. PMI-Werte über 60 wurden bisher nur in den Boomzeiten der Industrie erreicht.

Laut der CS wirkte sich die jüngste Abschwächung des Frankens positiv auf die Industriekonjunktur aus. Derzeit kostet ein Euro gut 1.14 Franken. Noch Anfang Jahr bewegte sich der Kurs zwischenzeitlich unter 1.07 Franken.

Der nun vorherrschende Optimismus schlägt sich allerdings noch nicht vollständig in den Aussichten für die Beschäftigen nieder: Es werde zwar durchaus Personal aufgebaut, doch die Dynamik scheine weiterhin nur flau zu sein, schreibt die CS.

Als Kehrseite des abgeschwächten Frankens steigen die Einkaufspreise, da sich importierte Güter in Franken verteuern. Die CS-Ökonomen erwarten aber, dass sich der Euro-Franken-Wechselkurs bis Jahresende in einer breiten Handelsspanne unterhalb der wichtigen technischen Hürde bei 1.15 einpendelt. Entsprechend dürfte der Teuerungsschub verhalten bleiben.

Auch der Dienstleistungssektor erhielt im August weiter Aufwind. Der PMI der Dienstleister erreichte bereinigt um Saisoneinflüsse einen Stand von 70.1 Zählern, den höchsten Wert seit Januar 2014, als die Zeitreihe zum ersten Mal erhoben wurde. (sda)

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