Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Empörung über Ermordung ukrainischer Anwältin in Kiew



Die Ermordung einer Menschenrechtsanwältin hat in der Ukraine eine Welle der Empörung ausgelöst.

Aussenminister Pawlo Klimkin schrieb am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter, der gewaltsame Tod von Iryna Nosdrowska sei eine «Herausforderung für den Staat und ein Test für die Fähigkeit der Gesellschaft», ihre engagierten Frauen und das Recht zu schützen.

Vor dem Sitz der Polizei in Kiew protestierten mehr als hundert Menschen. Sie riefen «Schande» und forderten Gerechtigkeit. Die US-Botschaft erklärte auf Twitter ihre «Bestürzung und Trauer». Die für den Mord Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die ukrainische Polizei versprach alles zu tun, um die Tat aufzuklären.

Die Leiche der seit Freitag vermissten 38-jährigen Anwältin war am Montag in einem Fluss bei Kiew gefunden worden. Nosdrowska hatte sich dafür eingesetzt, die Freilassung von Dmytro Rossoschanski zu verhindern, der ihre Schwester 2015 bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt hatte.

Der gut vernetzte Neffe eines Richters war im vergangenen Juni zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden und hatte gute Chancen, begnadigt zu werden. Am vergangenen Mittwoch lehnte ein Gericht in Kiew seine Berufung allerdings ab.

Laut Menschenrechtsgruppen war dies dem Einsatz der Anwältin zu verdanken. In anderen Fällen würden Angehörige von Politikern oder ranghohen Persönlichkeiten häufig freigesprochen. Der Abgeordnete Mustafa Najem erklärte, Nosdrowska habe zahlreiche Morddrohungen von Seiten des Angeklagten und seiner Familie erhalten. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter