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«Pussy Riot-Mitglieder» wegen Demonstration festgenommen



Zwei Mitglieder der russischen Frauenpunkband «Pussy Riot» sind gemäss eigenen Angaben nach einer Protestaktion im sibirischen Jakutsk festgenommen worden. Sie hatten für die Freilassung des inhaftierten ukrainischen Filmemachers Oleg Senzow demonstriert.

«Wir fahren zur Polizeiwache, um die Umstände einer nicht genehmigten Demonstration zu klären», schrieb die Aktivistin Olga Borissowa am Montag auf Twitter.

Borissowa rollte zusammen mit Maria Aljochina am Sonntag an einer Brücke in Jakutsk ein grosses Transparent mit der Aufschrift «Free Sentsov» («Freiheit für Senzow») aus und zündete farbige Nebelkerzen. Die Frauen waren maskiert.

Der ukrainische Regisseur Oleg Senzow von der Halbinsel Krim war 2015 in Russland als angeblicher Terrorist zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Sein Straflager liegt nahe der Hauptstadt der Teilrepublik Jakutien. International setzen sich viele Künstler für eine Freilassung Senzows ein.

Das Künstlerkollektiv «Pussy Riot» wurde vor allem durch einen wilden Auftritt mit Schmähungen gegen Staat und Kirche in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale 2012 bekannt. Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa wurden deshalb wegen Rowdytums zu Haft verurteilt. Sie kamen Ende 2013 frei. (sda/dpa)

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