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Baskische Untergrundorganisation ETA will Entwaffnung verkünden



Fast 60 Jahre nach ihrer Gründung hat die baskische Untergrundorganisation ETA erneut ihre vollständige Entwaffnung zugesagt. Das berichteten spanische Medien am Freitag übereinstimmend.

Fünfeinhalb Jahre nach ihrem Gewaltverzicht will die ETA demnach auch die Abgabe aller ihrer Waffen verkünden. So sollten die Verstecke bekanntgegeben werden, wo Waffen und Sprengstoff lagern, berichteten spanische Medien übereinstimmend. Der Plan solle noch am Freitag verkündet werden, hiess es. Die Entwaffnung soll demnach bis zum 8. April abgeschlossen sein.

Die Regierung des Baskenlandes im Norden Spaniens schätzte die Ankündigung als «glaubwürdig» ein. Ein Sprecher des spanischen Regierungschefs Mariano Rajoy erklärte, man fordere neben der Entwaffnung auch die vollständige Auflösung der Separatistenorganisation, die seit den 1960er Jahren in etwa 4000 Terroranschlägen mehr als 800 Menschen getötet hat.

Die ETA (Abkürzung für baskisch «Euskadi Ta Askatasuna», deutsch «Baskenland und Freiheit») wurde 1959 gegründet und verfolgte jahrzehntelang einen blutigen Kampf für ein unabhängiges Baskenland. Im Oktober 2011 verkündete sie endgültig das Ende des bewaffneten Kampfes. Seither hat sie keine Terroranschläge mehr verübt. Sie gab jedoch bisher weder ihre Waffen ab noch löste sie ihre Strukturen im Untergrund auf.

Auch nach dem Ende der Diktatur 1975 und der Rückkehr Spaniens zur Demokratie setzte die Organisation ihren bewaffneten Kampf für ein unabhängiges und sozialistisches Baskenland fort. 1987 gab es bei einem Anschlag auf ein Kaufhaus in Barcelona 21 Tote.

Von der Europäischen Union und anderen internationalen Organisationen wurde die ETA offiziell als terroristische Vereinigung eingestuft. Sie nutzte dabei zeitweise Rückzugsgebiete in Frankreich. (sda/dpa/afp)

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