Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Geldpolitik: SNB dürfte vor Brexit-Votum nicht an Zinsschraube drehen



Wenn heute die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Zinsentscheid bekannt gibt, wird sie vermutlich auf scharfe Worte anstatt auf Taten setzen. Vor dem Votum der Briten zu einem Austritt aus der EU (Brexit) in einer Woche besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf.

Für die Schweizer Geldpolitik bedeutende Notenbanken wie die EZB Anfang Juni und die amerikanische Fed gestern Mittwoch belassen im Hinblick auf das Brexit-Votum der Briten ihre Geldpolitik, wie sie ist.

Die EZB hatte den Leitzins bei Null belassen und die Negativzinsen bei minus 0.4 Prozent. In der Schweiz liegt der Negativzins derzeit bei 0.75 Prozent. Damit ist die Zinsdifferenz zum wichtigsten Handelspartner gewahrt. Für die SNB besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf.

Doch ganz anders könnte das nur schon in einer Woche aussehen. Derzeit liefern sich in Grossbritannien Befürworter und Gegner eines Austritts aus der EU ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sollten sich die Briten mehrheitlich für einen Austritt entscheiden, dann erwarten Experten übereinstimmend, dass der Franken gegenüber dem britischen Pfund und dem Euro massiv teurer werden wird.

Verunsicherte Investoren werden Milliarden von der britischen Insel abziehen und ihr Geld in den sicheren Hafen des Schweizer Frankens schaffen. Dieses Szenario sorgt für Nervosität auf den Finanzmärkten: Der Franken wertet bereits tendenziell auf. Gegenüber dem Euro ist er so teuer wie zuletzt vergangenen März.

Sollte sich bestätigen, was die Nervosität vorweg nimmt, sollten die Briten die EU verlassen wollen, dann wird die SNB unmittelbar eingreifen müssen: mit massiven Interventionen auf den Devisenmärkte und allenfalls mit einer Verschärfung des Negativzinses, um Anleger davon abzuhalten, ihr Geld in den sicheren Hafen des Frankens zu bringen. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Alle gegen Trump: Demokraten treten an zum ersten TV-Duell

Link zum Artikel

Wer in Europa am meisten Dreckstrom produziert – und wie die Schweiz dasteht

Link zum Artikel

25 Bilder von Sportstars, die Ferien machen

Link zum Artikel

Mit diesen 10 Apps pimpst du dein Smartphone zum Büro für unterwegs

Link zum Artikel

Holland ist aus dem Häuschen, weil diesem Schwimmer gerade Historisches gelang

Link zum Artikel

Schneider-Ammanns Topbeamter gab vertrauliche Infos an Privatindustrie weiter

Link zum Artikel

Weshalb die Ära Erdogan jetzt schneller vorübergehen könnte, als du denkst

Link zum Artikel

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen