Nationalrat verweigert Mittel für zehn zusätzliche Stellen bei EFK
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) erhält für ihren Personalaufwand 1.97 Millionen Franken weniger als im Budget beantragt. Der Nationalrat hat die von der Einigungskonferenz beantragte Aufstockung abgelehnt und sich gegenüber dem Ständerat durchgesetzt.
Der Voranschlag des Bundes für 2019 weist damit bei Einnahmen von 73.556 Milliarden Franken und Ausgaben von 72.334 Milliarden einen Überschuss von 1.222 Milliarden Franken auf.
Die Mehrheit der Einigungskonferenz beantragte, der vom Ständerat bewilligten und vom Bundesrat beantragten Aufstockung bei der EFK zuzustimmen. Der Nationalrat lehnte diesen Antrag dann aber mit 113 zu 64 Stimmen bei 9 Enthaltungen ab und setzte seine Position durch.
Die Erhöhung des Personaletats für die EFK von 108 auf 118 Stellen war der letzte strittige Punkt im Budget. Der Ständerat, der über den Antrag der Einigungskonferenz noch abstimmen muss, hätte die Aufstockung gewollt. Nachdem der Nationalrat den Antrag der Einigungskonferenz abgelehnt hat, gilt nun aber der tiefere Betrag.
Im Nationalrat wollten es SVP, FDP und CVP bei den derzeit 108 Stellen der EFK belassen. «Wir wollen keinen Überwachungsapparat», sagte Hans-Ulrich Bigler (FDP/ZH) dazu. Die Finanzdelegation der Räte als politische Führung müsse für den Einsatz der EFK priorisieren, verlangte er.
SP, Grüne, GLP und BDP waren der Ansicht, dass die Aufstockung nötig sei, damit die EFK namentlich bei IT-Projekten und bundesnahen Betrieben ihre Kontrollfunktion wahrnehmen könne. Vertreter von SP, Grünen und BDP kritisierten, dass die Minderheit eine Strafaktion gegenüber der EFK führen wolle. (sda)
