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Pharma

Pfizer erhöht Gebot für AstraZeneca noch einmal



Beim Kampf um die britische AstraZeneca hat der US-Pharmagigant Pfizer noch einmal nachgelegt und sein Gebot erhöht. Damit liegen jetzt 69,4 Mrd. Pfund (rund 104 Mrd. Franken) auf dem Tisch. Zudem wurde der Bargeld-Anteil von 33 auf 45 Prozent erhöht.

Pfizer nannte das Angebot am Sonntagabend das allerletzte Wort und schloss eine feindliche Übernahme aus. AstraZeneca hatte den Rivalen Pfizer bereits zwei Mal abblitzen lassen. Zuletzt hatten die Amerikaner Anfang Mai 63 Mrd. und davor im Januar 59 Mrd. Pfund angeboten.

Pfizer steht wegen des ablaufenden Patentschutzes für den Blutfettsenker Lipitor und das Potenzmittel Viagra vor schweren Zeiten. Mit AstraZeneca würde Pfizer eine Serie von Grossakquisitionen fortsetzen. Ein Zusammenschluss würde Novartis vom Thron als weltgrössten Pharmaunternehmens stossen.

Pfizer ist vor allem an den vielversprechenden Krebsmitteln von AstraZeneca interessiert und erhofft sich zudem erhebliche Kostensenkungen und Steuervorteile. Sollte der Deal zustande kommen, wäre es die grösste Fusion in der Geschichte der Branche sowie die grösste Übernahme eines britischen Unternehmens durch einen ausländischen Bieter.

Die Übernahmepläne haben in Grossbritannien, Schweden und den USA bei Politikern und Öffentlichkeit die Furcht vor dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze geschürt. Pfizer ist bekannt dafür, nach Übernahmen im grossen Stil Stellen zu streichen. Pfizer hat jedoch vor allem in Grossbritannien weitreichende Zusagen gemacht, an der umfangreichen Forschung von AstraZeneca festzuhalten.

Pfizer käme derzeit eine grosse Übernahme im Ausland gelegen, weil der Konzern mehrere zehn Mrd. Dollar in der Kasse hat, die von ausländischen Töchtern verdient wurden. Wenn Pfizer dieses Geld in die USA zurückführt, werden hohe Steuern fällig. (sda/dpa/reuters)

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