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Südkoreas Ex-Präsidentin Park entschuldigt sich nach Entmachtung



Zwei Tage nach ihrer Entmachtung hat die bisherige südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye den Präsidentenpalast verlassen. Nach etwa vier Jahren als Präsidentin kehrte sie am Sonntag zu ihrer Privatresidenz im Süden von Seoul zurück, wie das Präsidialamt mitteilte.

In ihrer ersten Äusserung nach der Amtsenthebung durch das Verfassungsgericht am Freitag entschuldigte sich Park. Sie habe ihre Pflichten nicht bis zum Ende erfüllt, hiess es in einer Erklärung.

Zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal um eine ihrer Freundinnen sagte sie, die Wahrheit werde letztlich enthüllt werden. Park hatte stets bestritten, in kriminelle Handlungen verwickelt zu sein.

Die inzwischen inhaftierte Präsidentenfreundin Choi Soon Sil soll ihre Beziehungen zu Park genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Ausserdem soll sich Choi in die Regierungsgeschäfte eingemischt haben. Park muss wegen der Affäre mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.

Demonstrationen

Noch am Samstag hatten rund 50'000 Demonstranten in Seoul bei einer Kundgebung die Festnahme der entmachteten Präsidentin verlangt. «Das Volk hat gesiegt - nehmt Park fest», riefen die Demonstranten.

Tausende Polizisten waren im Einsatz. Rund 20'000 Gegendemonstranten forderten, die einstimmige Entscheidung des Verfassungsgerichts zur endgültigen Amtsenthebung Parks müsse überprüft werden.

Zusätzlich zu den zwei Todesfällen, die im Zusammenhang mit Demonstrationen vom Freitag gemeldet wurden, wurde am Samstag ein dritter Fall bekannt: Ein 74-jähriger Mann, der bei einer Kundgebung vor dem Verfassungsgericht einen Kollaps erlitten hatte, sei verstorben, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. (sda/dpa/afp)

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