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Raumfahrt: Sonde schickt Fotos von Bergen auf dem Pluto



Nach ihrem Besuch beim Pluto hat die Sonde «New Horizons» Wissenschaftler mit Fotos von eisigen Bergen auf dem Zwergplaneten überrascht. Die Gipfel reichten bis in 3500 Meter Höhe, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Zeitgleich veröffentlichte die Behörde auch zahlreiche Aufnahmen vom Pluto und seinen Monden in bislang unerreicht hoher Auflösung. Darauf sind hohe Berge und kilometertiefe Gräben zu sehen. Bereits die ersten Daten überträfen die hohen Erwartungen auf dramatische Weise, sagte NASA-Manager John Grunsfeld. «'New Horizons' schickt schon jetzt unglaubliche Ergebnisse.»

Nach mehr als neun Jahren und fünf Milliarden Kilometern war «New Horizons» am Dienstag als erster irdischer Flugkörper am Pluto vorbeigeflogen und hatte ihn mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersucht. Die Daten und Fotos sollen in den kommenden 16 Monaten nach und nach zur Erde geschickt und untersucht werden.

Vom Hocker gerissen

Die Berge auf dem Pluto haben sich ersten Einschätzungen der Wissenschaftler zufolge wahrscheinlich erst vor weniger als 100 Millionen Jahren geformt. Die Region könnte also noch geologisch aktiv sein. «Es handelt sich um eine der jüngsten Oberflächen, die wir jemals im Sonnensystem gesehen haben», sagte NASA-Forscher Jeff Moore.

Auf Plutos Mond Charon entdeckten die Wissenschaftler unter anderem kilometertiefe Gräben und eine sehr dunkle Stelle, deren Entstehung sie sich noch nicht erklären können. «Charon hat uns völlig vom Hocker gerissen», sagte NASA-Wissenschaftlerin Cathy Holkin.

Auch von Plutos Mond Hydra hat die Sonde «New Horizons» erstmals Fotos in vergleichsweise hoher Auflösung gemacht. Damit konnte die Grösse des Mondes genauer auf 43 mal 33 Kilometer eingegrenzt werden. Seine Oberfläche ist wahrscheinlich mit Eis überzogen.

«New Horizons» ist unterdessen schon längst wieder ganz woanders. Weil sie mit 50'000 Kilometer pro Stunde unterwegs ist, hat die Sonde den Pluto schon lange hinter sich gelassen und rast derzeit weiter in die Region des sogenannten Kuipergürtels hinein. (sda/dpa)

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