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Georg Fischer schrumpft wegen Devestition und Gegenwind deutlich



Der Industriekonzern Georg Fischer (GF) hat im ersten Semester 2019 markant weniger umgesetzt. Grund dafür ist in erster Linie der Verkauf zweier Giessereien, aber auch der Gegenwind aus der Automobilindustrie. Deswegen werden Massnahmen eingeleitet.

Mit dem Verkauf der zwei Giessereien in Deutschland gab GF ein Umsatz von 350 Millionen Franken auf. Im Zuge der Strategie, die Marge nach oben zu schrauben, wurden zudem im vergangenen Jahr zwei kleinere Präzisionsgiessereien gekauft und die Division GF Automotive in Casting Solutions (Gusslösungen) umbenannt. Diese fokussiert sich seither auch auf das Geschäft mit Superlegierungen für Flugzeugtriebwerke und industrielle Gasturbinen. Die Abhängigkeit vom Automarkt ist damit zurückgegangen, was sich laut GF positiv auf die Margen auswirken sollte.

Das schwierige Umfeld in der Automobilindustrie macht sich dennoch bemerkbar. Georg Fischer leitet deshalb Sofortmassnahmen ein. Diese werden allerdings das Ergebnis mit Einmaleffekten von 65 Millionen belasten, davon 48 Millionen bereits im laufenden Jahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei werden aus einem Werk in Deutschland rund 300 Arbeitsplätze nach Rumänien und Österreich verlagert.

Umsatz geht auch organisch klar zurück

Im ersten Halbjahr 2019 erreichte GF einen Umsatz von 1.92 Milliarden Franken, entsprechend einem Minus gegenüber der Vorjahresperiode von 20 Prozent. Berücksichtigt man die Portfolioveränderungen, ergab sich noch ein organisches Minus von 5.5 Prozent.

Das wirtschaftliche Umfeld im ersten Halbjahr 2019 sei durch geopolitische Unsicherheiten wie dem Handelsstreit zwischen den USA und China, der Situation im Mittleren Osten sowie dem anstehenden Brexit in Europa negativ beeinflusst worden, heisst es zum Umsatzrückgang.

Die Division GF Casting Solutions litt unter dem weltweiten Rückgang der Automobilindustrie. Der Umsatz ging dabei organisch im Semester um gut 11 Prozent zurück. Auch im Maschinenbau lief es nicht rund, die Verkäufe der Division Machining Solutions reduzierten sich um 9 Prozent. Die mit einem Anteil von rund 40 Prozent grösste Division Piping Systems hielt den Umsatz stabil.

Auf der Gewinnebene gab es ebenfalls empfindliche Einbussen. So reduzierte sich der operative Gewinn (EBIT) um einen Drittel auf 139 Millionen Franken. Ohne Einmaleffekte hätte ein EBIT von 153 Millionen resultiert. Der Reingewinn nach Minderheiten fiel ebenfalls um einen Drittel auf 101 Millionen zurück. Damit hat GF die Schätzungen der Analysten mit allen Kennziffern verpasst. (sda/awp)

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