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Die meisten Flüchtlingskinder in der Türkei gehen nicht zur Schule



Trotz Bemühungen der Regierung in Ankara sind in der Türkei im vergangenen Schuljahr nach Angaben des Europarats Hunderttausende syrische Flüchtlingskinder nicht zur Schule gegangen. Fast 400'000 Kinder haben demnach keinen Zugang zu formeller Bildung.

Die Regierung in Ankara hatte im Februar zugesagt, noch in diesem Jahr solle allen 650'000 schulpflichtigen syrischen Flüchtlingskinder in der Türkei der Schulbesuch ermöglicht werden.

Der am Dienstag veröffentlichte Bericht der Kommission gegen Rassismus und Intoleranz des Europarates erfasst nur Entwicklungen bis zum 17. März dieses Jahres. Er geht somit nicht auf die Lage in der Türkei unter dem nach dem Putschversuch Mitte Juli verhängten Ausnahmezustand ein.

Aktuelle Zahlen zu dem am 19. September begonnenen Schuljahr liegen noch nicht vor. Die Türkei ist Mitglied im Europarat.

In ihrem Bericht zeigt sich die Kommission ausserdem besorgt über «die sich verschlechternden Bedingungen» für Minderheiten wie Flüchtlinge, Kurden, Roma und Homosexuelle in der Türkei.

Das Gremium kritisiert zugleich die Zunahme von «Hassreden» auch durch hochrangige Staatsvertreter. Diese blieben meist unbestraft und hätten «gewaltige negative Auswirkungen». (sda/dpa)

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