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Maduro will Trump anrufen - der lehnt aber ab



Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hat am Freitag erfolglos ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump beantragt. Wie Weisse Haus mitteilte, sei diese Bitte abgelehnt worden.

«Präsident Trump wird gerne mit dem Führer Venezuelas sprechen, sobald die Demokratie in diesem Land wiederhergestellt ist», hiess es in der Erklärung.

Die USA verlangten eine Achtung der Verfassung, freie und faire Wahlen, die Freilassung politischer Gefangener und ein Ende der Repression gegen das Volk. Maduro wird der Umbau zu einer Diktatur vorgeworfen, bei Protesten starben über 120 Menschen.

Vor Bekanntwerden des versuchten Anrufs hatte Trump überraschend mit Blick auf Venezuela betont: Wir haben viele Optionen für Venezuela, einschliesslich einer militärischen, falls nötig."

Für Maduro ist die Abweisung und Veröffentlichung des ungewöhnlichen Vorgangs peinlich - er gibt in der Heimat immer den Vorkämpfer gegen den US-Imperialismus. Zugleich sind die USA der wichtigste Abnehmer von Erdöl. Ohne die Exporte in die USA droht die Staatspleite. Noch am Vortag hatte Maduro öffentlich in Caracas betont, dass er seinen Aussenminister Jorge Arreaza angewiesen habe, ein Telefongespräch oder ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump in die Wege zu leiten. «Sind Sie nicht daran interessiert, mit Venezuela zu reden? Hier bin ich», sagte Maduro bei einer Rede vor der umstrittenen Verfassungsgebenden Versammlung, die als übergeordnetes Staatsorgan das von der Opposition dominierte Parlament entmachtet hat. (sda/dpa)

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