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Pompöses Fest zum 93. Geburtstag von Simbabwes Präsident



Mit einer pompösen Feier hat Simbabwes autoritär regierender Präsident Robert Mugabe am Samstag seinen 93. Geburtstag gefeiert. Die Regierungspartei Zanu-PF organisierte das Fest nahe der zweitgrössten Stadt Bulawayo.

Zu den Gästen zählten tausende Anhänger des inzwischen ältesten Staatsoberhaupts der Welt. Die Party fand in einem grossen Festzelt statt, das mit Porträts von Mugabe in jüngeren Jahren geschmückt war.

Mit einem schwarzen Cowboy-Hut auf dem Kopf sprach Mugabe rund eine Stunde lang zu seinen Gästen, wobei er über lange Strecken Pausen einlegte und manchmal nuschelte. «Es ist nicht immer einfach vorherzusagen, ob man nächstes Jahr noch leben wird, auch wenn man dieses Jahr lebendig ist», sagte der 93-Jährige. Dies liege allein in der Macht Gottes.

Zu seinem Geburtstag hatte der Präsident allerdings auch deutlich gemacht, dass er derzeit nicht daran denke, abzutreten. «Warum sollte ich, frage ich mich selbst», sagte er. Zudem betonte Mugabe, dass er keinen Nachfolger bestimmen werde. Dies sei Aufgabe der Partei.

Verschwenderisches Festessen

Organisiert wurde ein grosses Festessen, zu dem auch riesige Geburtstagstorten zählten, darunter eine in Form von Mugabes Mercedes-Limousine.

Schon Mugabes eigentlicher Geburtstag am vergangenen Dienstag hatte tagelange Feierlichkeiten sowie Lobgesänge auf den Präsidenten in den Staatsmedien nach sich gezogen. Die Kosten der Feierlichkeiten werden auf über eine Million Dollar geschätzt. Der Regierungskritiker Promise Mkwananzi nannte die hohen Kosten der Feier «idiotisch und frivol».

Bei Oppositionsgruppen und Anwohnern stiess das Fest auf Protest. Angesichts der Nahrungsmittelknappheit in dem afrikanischen Land gab es etwa Kritik an dem verschwenderischen Festessen.

Aktivisten gaben an, arme Bauern hätten Vieh für das Festmahl zur Verfügung stellen müssen. Kritik gab es auch an der Auswahl des Veranstaltungsortes in einer Schule. In der Nähe werden die sterblichen Überreste zahlreicher Regierungskritiker vermutet, deren Widerstand Mugabe Anfang der 80er Jahre blutig niederschlagen liess. (sda/afp/dpa)

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