Vorgezogene Ständeratswahl im Kanton St. Gallen
Heute Sonntag wird im Kanton St. Gallen der Ständeratssitz von Karin Keller-Sutter neu besetzt. Sieben Kandidierende stehen zur Auswahl. Erwartet wird ein zweiter Wahlgang.
Als Favorit gilt der 51-jährige CVP-Regierungsrat Benedikt Würth. Der Finanzchef ist unter anderem als Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen in Bern gut vernetzt.
Seine Partei will den 2011 an Paul Rechsteiner (SP) verlorenen Ständeratssitz zurück erobern. Dies ist aber im Moment nur auf Kosten der FDP möglich - und die Partei von Karin Keller-Sutter will ihren Sitz verteidigen. Sie setzt dabei auf die 52-jährige Anwältin Susanne Vincenz-Stauffacher. Die Kantonsrätin engagierte sich als Präsidentin der Frauenzentrale oder für die Opferhilfe.
Die SVP ist die Partei mit dem grössten Wähleranteil im Kanton St. Gallen. Sie tritt mit dem 26-jährigen Mike Egger an, der nach sieben Jahren im Kantonsrat in der laufenden Frühlingssession für Toni Brunner in den Nationalrat nachrutschte.
Die Grünen schicken Patrick Ziltener ins Rennen. Der 52-Jährige Soziologieprofessor und Privatdozent engagierte sich bereits früher für die Grünen, hatte aber noch nie ein politisches Amt inne.
Weiter treten drei Kandidierende an, die keiner Partei angehören: Sarah Bösch, Andreas Graf und Alex Pfister.
Erwartet wird ein zweiter Wahlgang. Er fände am 19. Mai statt. (sda)
