Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fotovoltaik: EPFL-Forscher vereinfachen die Herstellung von Solarzellen



Einem internationalen Forscherteam unter Beteiligung der EPFL in Neuenburg ist es gelungen, die Produktionsschritte für hoch-effiziente Silizium-Solarzellen zu vereinfachen.

Eine neue Materialkomposition macht einen aufwändigen Bearbeitungsschritt des Siliziums für Solarzellen überflüssig, wie die ETH Lausanne (EPFL) am Donnerstag mitteilte. Forschende der EPFL in Neuenburg haben sie gemeinsam mit Kollegen vom Lawrence Berkeley National Laboratory und der Australian National University entwickelt.

Die Mehrheit der heutigen Solarzellen beruht auf kristallinem Silizium. Um dessen elektrische Leitfähigkeit zu erhöhen, wird es üblicherweise in einem aufwändigen Prozess «gedopet», das heisst mit fremden Atomen versetzt. Dadurch erreichen diese Solarzellen eine Energieumwandlungseffizienz von teils über 20 Prozent.

Ohne dieses Doping bleibt die Effizienz von Silizium-Solarzellen bisher bei unter 14 Prozent. Das ändert sich nun mit der neu entwickelten Zelle, welche die Forschenden kürzlich im Fachjournal «Nature Energy» vorstellten.

Beschichtung statt Doping

Die neue Zelle besteht aus einem kristallinen Silizium-Kern, beschichtet mit ungedoptem, amorphem Silizium. Auf der Sonnen-zugewandte Seite überzogen die Wissenschaftler das Silzium mit einer hauchdünnen Schicht aus Molybdänoxid, die Rückseite mit Lithiumfluorid. Diese Schichten erfüllen die Funktion der sonst beim Doping eingefügten Fremdatome.

Das aufwändige Doping lässt sich durch diese Komposition umgehen. Den Forschenden gelang so die Herstellung der Solarzelle in nur sieben Herstellungsschritten. Dabei erreicht die neue Zelle trotzdem eine Energieumwandlungseffizienz von nahezu 20 Prozent, wie die Hochschule mitteilte.

Das Kernelement der neuen Solarzelle entstand am Fotovoltaiklabor der EPFL in Neuenburg unter der Leitung von Christophe Ballif. Die Forschenden hoffen nun, neben Molybdänoxid und Lithiumfluorid auch noch weitere Materialien zu testen, ob diese die Effizienz der Zelle noch erhöhen könnten. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen