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May entlässt Berater wegen Abweichung von Brexit-Regierungslinie



Die britische Premierministerin Theresa May hat einen prominenten Regierungsberater wegen dessen Abweichung von der Regierungslinie in der Brexit-Politik entlassen. Es handelt sich um den früheren Verteidigungsminister und Vize-Premier Michael Heseltine.

Heseltine hatte am Dienstag im Oberhaus mit dazu beigetragen, dass May mit ihrem Brexit-Gesetz einen weiteren Rückschlag erlitt. Er stimmte als einer von 13 konservativen Lords dafür, dem Parlament durch einen Zusatz in der Brexit-Gesetzesvorlage das letzte Wort über den EU-Austritt zu überlassen.

Heseltine zeigte sich am Mittwoch im Radiosender BBC überrascht über die plötzliche Entlassung. Schliesslich sei seine Haltung zum EU-Austritt Grossbritanniens schon lange bekannt gewesen. Der 83-jährige Lord hatte in den vergangenen sechs Jahren als Berater der Regierung gearbeitet und wurde am Dienstagabend entlassen.

Heseltine bekräftigte gegenüber der BBC seine Ablehnung des EU-Austritts: «Meiner Meinung nach ist das Ergebnis des Brexit-Referendums das schrecklichste, das dieses Land in seinen Friedenszeiten erlebt hat.» Grossbritanniens Zukunft sei untrennbar verwoben mit der Zukunft seiner europäischen Verbündeten.

Heseltines Parteifreund Steve Baker unterstützte die Entscheidung der Premierministerin. «Wir können keine Regierungsberater haben, die sich öffentlich gegen die Regierung aussprechen», erklärte der Abgeordnete.

Die ergänzte Gesetzesvorlage zum Beginn des Brexit-Verfahrens geht nun zurück an das Unterhaus, das kommende Woche darüber debattieren soll. Das Unterhaus kann den Zusatz wieder streichen. (sda/afp)

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