Ebola
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Die infizierte Krankenschwester Teresa Romero mit ihrem Hund «Excalibur». Bild: EPA/PACMA

 #SalvemosAExcalibur

Trotz Widerstand von Tierschützern: Ebola-Hund Excalibur in Madrid eingeschläfert

08.10.14, 15:34 09.10.14, 08:51

Polizisten schleppen einen Tierschützer ab, der die Wohnung blockierte, in der sich der Hund aufhält. Bild: EPA/EFE

Trotz Protesten von Tierschützern ist der Hund der an Ebola erkrankten spanischen Krankenpflegerin eingeschläfert worden. «Wir hatten leider keine andere Wahl», sagte der Gesundheitsminister der Madrider Regionalregierung, Javier González, am Mittwoch. 

Demonstranten versuchten vergeblich, die Polizei aufzuhalten. Bild: EPA/EFE

Als ein Expertenteam vor der Wohnung in der Madrider Vorstadt Alcorcón anrückte, um den Hund abzuholen, versperrten etwa 50 Demonstranten ihm den Zutritt. Polizisten machten den Experten den Weg frei. Auch beim Abtransport des Hundes kam es zu einem Gerangel zwischen Tierschützern und der Polizei. 

Um das Schicksal des Tieres mit dem Namen «Excalibur» war in Spanien ein Streit ausgebrochen. Die Behörden hatten angeordnet, die Wohnung des Ehepaares in der Madrider Vorstadt Alcorcón zu desinfizieren und das Tier zu töten. «Wir dürfen kein Risiko eingehen», sagte der Präsident der Madrider Veterinärvereinigung, Felipe Vilas. «Es ist logisch, das Tier zu eliminieren.»

Experten wiesen darauf hin, dass die Gefahr einer Ebola-Infektion bei Hunden bisher kaum erforscht sei. Unter dem Hashtag #SalvemosaExcalibur forderten Tierschützer, den Hund zu verschonen sowie den Rücktritt von Gesundheitsministerin Ana Mato. 

«Excalibur» auf dem Balkon des Apartments. Bild: SUSANA VERA/REUTERS

Die «Bild»-Zeitung hat zu diesem «Hundeelend» eine klare Meinung: «In Westafrika sterben die Menschen an Ebola. Tausende hat das Virus bislang getötet. Und in Europa machen wir uns Gedanken um das Schicksal eines einzelnen Hundes.» 

Tiermediziner wiesen darauf hin, dass die Gefahr einer Ebola-Infektion bei Hunden bisher kaum erforscht sei. «Wir dürfen kein Risiko eingehen», sagte der Präsident der Madrider Veterinärvereinigung, Felipe Vilas, der Zeitung. «Es ist logisch, das Tier zu eliminieren.» Ein Madrider Gericht billigte die Entscheidung der Gesundheitsbehörden, den Hund einzuschläfern. (pbl/tat/sda/dpa)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ich sag auch was dazu 09.10.2014 11:07
    Highlight Als Hundehalterin verstehe ich die Empörung. Es handelt sich aber nicht um einen einfachen Schnupfen/Husten/Heiserkeit.
    Fakt ist, es gibt Krankheiten, die vom Hund auf den Menschen übertragen werden können und umgekehrt. Da diese Krankheit in Bezug auf Tiere zu wenig erforscht ist, gehen die Behörden auf Nummer sicher. Würden sie es nicht tun, wäre es auch nicht recht.
    Und es sollten die Menschen einen höhere Stellenwert haben als Tiere.
    1 1 Melden
  • droelfmalbumst 08.10.2014 16:42
    Highlight was soll der titel in diesem bericht? was die Bild Zeitung dazu meint zeigt genau was die Bild Zeitung ist... ist der Hund weniger als ein Mensch?

    Was kann der Hund dafür? Wenn man die Menschen isolieren kann um zu kontrollieren ob sie infiziert sind dann kann man doch auch ein Hund isolieren? wieso gleich töten? wo nehmen wir uns das recht zu entscheiden ein Lebewesen zu töten was sich nicht wehren kann?
    Weil in Afrika deswegen Menschen sterben darf der Hund nicht leben?
    Absolute Frechheit sowas... könnte im Strahl kotzen
    5 9 Melden
    • buco 08.10.2014 22:51
      Highlight Die Menschen töten Millionen Menschen wegen Geld (Abtreibungen, Kriege, Terrorakte, absichtlich verhungern und verdursten lassen, Folter und und und..) und das wird einfach als notwendig hingenommen. Um einen Hund trauert man.
      6 1 Melden
  • Yotanke 08.10.2014 16:23
    Highlight Da kann man sich ausnahmsweise der "Bild" ohne wenn und aber anschliessen. Was soll denn das? Da sterben tausende Menschen in Afrika und der Virus hat das Potential dies auch auf der ganzen Welt zu tun. Insbesondere, wenn man mögliche Risiken nicht schon von Beginn weg zu 100% ausschaltet.Und dazu gehört halt auch der Hund. Diese Hundegeschichte zeigt leider eindrücklich wie die "Werte" in unserer Gesellschaft immer seltsamer werden. Und wenn man einen "Schuldigen"bei dieser Geschichte suchen will, dann ist es die Krankenschwester. Die mit Symptomen in die Ferien geht und eine Woche wartet!
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